Geschichte des Hauses

Logo Königin-Christinen-Haus© Stadt Zeven / Gerhard Müller-Menckes bearbeitet von Jan Roosing

Königin-Christinen-Haus
Lindenstraße 11
27404 Zeven
04281 / 7971 oder 04281 / 999800

ÖFFNUNGSZEITEN:
Donnerstag 14:30 bis 17:30 Uhr
Sonntag 14:30 bis 17:30 Uhr

Gruppen und Führungen nach Vereinbarung

Eintritt frei


Königin-Christinen-HausStädtische Galerie - SkulpturengartenAngebote

Das Königin-Christinen-Haus ist mit der Klostergeschichte eng verbunden und wurde als das älteste nicht-kirchliche Gebäude Zevens inmitten des 17. Jahrhunderts erbaut. Nach dem 30-jährigen Krieg waren die Herzogtümer Bremen und Verden und damit auch das Kloster Zeven-  an Schweden gegangen. Diese lösten 1650 das Kloster auf und erbauten dieses Gebäude, welches nicht nur seines Alters, sondern auch seiner Bauweise wegen eine Besonderheit darstellt.

Die Grundstruktur des Gebäudes war die eines komplett in Fachwerk erbauten niedersächsischen Bauernhauses mit Diele, Flett und Kammerfach. Als Gästehaus des Klosters oder als Sitz des Klosteramtmannes diente es repräsentativen Zwecken. Man brauchte also mehr Räume. Deshalb wurde der eigentliche Wohntrakt „verdoppelt“ und zweigeschossig gebaut.

Erst in der Mitte des 19. Jahrhunderts wurde der baufällig gewordene Westgiebel und heutige Vorderseite in reiner Ziegelausfertigung erneuert. Die Zierformen der Ziegel in diesem Giebel sind typisch für eine Bauweise nach dem Jahr 1850. Seit 1986 ist das vollständig restaurierte Gebäude zu besichtigen.

Die hinteren historischen Räume wurden in der ursprünglichen Farbgestaltung wiederhergestellt. Ein bei der Bauuntersuchung gefundener originaler Fensterstock mit Schuppendekor diente als Vorlage für die Gestaltung der Fenster. Die Initialen J.W. auf einem Querriegel an der Ostfassade lassen vermuten, dass dieses Gebäude von Justus Wigers, einem Baumeister des Klosters Zeven, erbaut wurde. Die Räumlichkeiten im hinteren Gebäudeteil sind teilweise mit Mobiliar des 17. Jahrhunderts ausgestattet.

Der Name des Hauses bezieht sich auf die schwedische Königin Christine (1626-1689), die damalige Landesherrin. Sie soll - laut mündlicher Überlieferung - auf einer ihrer Reisen in Zeven Station gemacht und hier Quartier genommen haben.

Flyer, Broschüre und Bücher zum Thema: