Wenige Erstimpfungen bis Mitte Juni

Veröffentlicht am: 17.05.2021

Das Land hat in seiner aktuellen Meldung zur neuen Impfstofflieferung angekündigt, dass das Impfzentrum in den nächsten Wochen lediglich 1.200 Impfdosen AstraZeneca für neue Erstimpfungen geliefert bekommt. mRNA-Impfstoffe werden ab der nächsten Woche lediglich für Zweitimpfungen zur Verfügung gestellt. Dadurch können im Impfzentrum bis Mitte Juni – mit Ausnahme der AstraZeneca Impfungen für über 60-jährige - praktisch keine Erstimpfungen durchgeführt werden. Das bedeutet auch, dass die Warteliste nicht weiter abgearbeitet werden kann. 

Zurzeit befinden sich bereits rund 14.000 Personen auf der Warteliste. Durch die Öffnung der Liste für Menschen aus der Gruppe mit der Priorität 3, die bis Ende Mai in drei Wellen erfolgt, wird die Liste noch deutlich anwachsen. Alle Personen auf der Warteliste müssen sich also auf eine längere Wartezeit einstellen.

„Wir können mehr Personen impfen, aber uns fehlt einfach der Impfstoff.“, so Landrat Luttmann. „Die Anfragen, die beim Landkreis eintreffen zeigen, dass viele Menschen ungeduldig werden und geimpft werden wollen. Zumal im eigenen Umfeld scheinbar bereits viele Personen ihre Impfung erhalten haben. Es ist nicht zu verstehen, dass die gut funktionierenden Impfzentren, die mit voller Grundlast laufen könnten und damit sehr viele Personen in kurzer Zeit durchimpfen, weniger Impfstoff geliefert bekommen, als die Haus- und Betriebsärzte. Wir benötigen mehr Impfstoff und eine verlässliche Lieferung, auch über den Sommer hinaus. Wie man an der Warteliste für unser Impfzentrum sieht, existiert noch eine hohe Zahl an Personen ohne Impfung, die seit Wochen auf ihren Termin warten und die teilweise noch aus der Prioritätengruppe 2 kommen. Das Impfzentrum möchte diese Personen schnell impfen, kann aber keine Termine vergeben. Ich erwarte von Bund und Ländern eine gleichberechtigte Behandlung von Impfzentren, niedergelassenen Ärzten und Betriebsärzten, damit wir schnell weiterimpfen können.“