Testpflicht für Erntehelfer und Erntehelferinnen

Veröffentlicht am: 20.05.2021

Es hat sich gezeigt, dass es unter den Erntehelferinnen und Erntehelfern zu größeren Infektionsausbrüchen kommen kann. Ursache sind vermutlich die häufige Unterbringung in Sammelunterkünften und mangelnde Abstände am Arbeitsplatz. Auf Weisung des Landes hat der Landkreis deshalb eine Allgemeinverfügung erlassen, die eine Testpflicht für diese Personengruppe beinhaltet. Die Allgemeinverfügung tritt am 24. Mai in Kraft und gilt bis einschließlich dem 30. Juni 2021. 

Ziel der Testungen ist, eine Ausbreitung von Covid-19 unter den Beschäftigten in landwirtschaftlichen Betrieben, die temporär Erntehelfer*innen beschäftigen und diese in Sammelunterkünften unterbringen, so früh wie möglich zu erkennen und zu stoppen. Sämtliche Beschäftigte in vorgenannten Betrieben sind ab dem 24. Mai 2021 mindestens zweimal pro Woche zu testen. Im Falle eines Ausbruchs soll die Testfrequenz erhöht werden.

  • Die genannten Betriebe dürfen ab dem 24.05.2021 nur Personen einsetzen, die einmal bei der ersten Ankunft und später mindestens zweimal wöchentlich auf eine Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 getestet worden sind und dabei ein negatives Testergebnis erhalten haben. Im Falle eines Ausbruchs soll die Testfrequenz entsprechend der Anweisung des Gesundheitsamtes erhöht werden.
  • Die genannten Betriebe dürfen ab dem 24.05.2021 nur Personen einsetzen, die einmal bei der ersten Ankunft und später mindestens zweimal wöchentlich auf eine Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 getestet worden sind und dabei ein negatives Testergebnis erhalten haben.
  • Testungen können mittels eines PCR-Tests oder eines Antigen-Tests erfolgen. Verwendete Antigentests müssen auf der Liste des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte aufgeführt sein:
    https://antigentest.bfarm.de/ords/f?p=110:100:15872426719551:::::&tz=2:00
    Selbsttestungen sind nur zulässig, wenn sie unter Aufsicht einer geschulten Person des Betriebes vorgenommen werden.
  • Meldepflichten gemäß Infektionsschutzgesetz, auch bei positiven Antigentests, sind unbedingt zu beachten.
  • Ausnahmen von der Testpflicht bestehen entsprechend § 7 der COVID-19-Schutzmaßnahmen- Ausnahmenverordnung vom 08.05.2021 (BAnz AT 08.05.2021 V1) für genesene und geimpfte Personen.
  • Dokumentationen über die Testung sind auf dem Betriebsgelände für mindestens einen Monat vorzuhalten. Die Kosten des Nachweistests hat der Betriebsinhaber zu tragen. Für Beschäftigte, die eine SARS-CoV-Infektion durchgemacht haben, gelten die vom Robert Koch-Institut veröffentlichten Entlassungskriterien aus der Isolierung für die Wiederaufnahme der Arbeit im Betrieb.
  • Auf die sich darüber hinaus aus dem Arbeitsschutzrecht (SARS-Cov-2-Arbeitsschutzverordnung und SARS-Cov-2-Arbeitsschutzregel) ergebenden Pflichten des Arbeitsgebers zum Schutz vor Ansteckung mit dem Coronavirus in Unterkünften wird hingewiesen.

Das Gesundheitsamt ist für Betriebe der Ansprechpartner bei Fragen zu diesem Thema. Die Allgemeinverfügung kann im genauen Wortlaut auf der Internetseite des Landkreises unter www.lk-row.de/vorschriftencorona eingesehen werden.