Machbarkeitsstudie zur Stärkung des Radverkehrs ist abgeschlossen

Veröffentlicht am: 11.09.2020

Machbarkeitsstudie Radverkehr© Christie Huchzermeier, Landkreis ROW Der Landkreis nimmt die Machbarkeitsstudie zur Qualitätssicherung im Radverkehr in den ILE- und LEADER-Regionen im Landkreis in Empfang. Rund 2.000 Kilometer Radwege- bzw. strecken wurden vom Büro „Lebensraum Zukunft“ abgefahren. Die Studie zeigt: Vieles ist gut, einiges sollte verbessert werden.

Vor zwei Jahren haben der Landkreis sowie die ILE- und LEADER-Regionen GesundRegion, Börde Oste-Wörpe, Moorexpress-Stader Geest und Hohe Heide gemeinsam die Förderung einer Machbarkeitsstudie beantragt. Ziel war die Erarbeitung von Handlungsempfehlungen zur Qualitätssicherung sowie zur Anpassung an die aktuelle Nachfrage im Radtourismus für den gesamten Landkreis. Dabei wurden im Einzelnen die Wegequalität des beschilderten Radwegenetzes und die Beschilderung selbst in den Blick genommen. Einen weiteren Baustein bildete die Überprüfung der touristischen Radthemenrouten, der Radfernwege sowie der Begleitinfrastruktur, wie zum Beispiel Rastplätze oder die ÖPNV Anbindungen. Auch gastronomische Angebote und Sehenswürdigkeiten entlang der Routen wurden als attraktive Anziehungspunkte erfasst.

Die Steuerungsgruppe, bestehend aus zwei Bürgermeistern, Verwaltungsmitarbeitern auf Kreis- und Gemeindeebene, dem Touristikverband Landkreis Rotenburg (Wümme) sowie Vertretern der Regionalmanagements der ILE- und LEADER-Regionen, ist mit dem Ergebnis zufrieden.

„Die Qualität der Radwege ist ausschlaggebend für die Vermarktung des Radtourismus. Innerhalb des Landkreises wünsche ich mir, dass diese Radwege auch für den Alltagsradverkehr interessanter werden und mehr Menschen für den Weg zur Arbeit auf das Rad steigen.“ ergänzt Landrat Hermann Luttmann mit Blick auf das Thema Klimaschutz.

Insgesamt sei man im Landkreis gut aufgestellt. Es gibt zahlreiche Radstrecken, die durch die abwechslungsreiche Naturlandschaft führen. An einigen Stellen gibt es aber auch Nachbesserungsbedarf. Einzelne Wegeabschnitte sind nicht mehr befahrbar, Schilder fehlen oder sind aufgrund fehlender Pflege nicht mehr lesbar. Gemeinsam mit den Kommunen im Landkreis möchte man nun beraten, welche Handlungsempfehlungen aus der Studie sich vielleicht in einem gemeinsamen weiteren Projekt umsetzen lassen. Aufgrund der Corona-Situation wird die zunächst angedachte Abschlussveranstaltung entfallen. Der Bürgermeisterin und den Bürgermeistern im Landkreis wurden die Ergebnisse bereits im Juni vorgestellt. Jetzt arbeitet die Steuerungsgruppe an einem Konzept, wie die Ergebnisse am besten auf Ebene der beteiligten Kommunen in kleineren Veranstaltungen präsentiert werden können.

Bildunterschrift: v.l.n.r. Udo Fischer (Touristikverband Landkreis Rotenburg (Wümme)), Bürgermeisterin Käthe Dittmer-Scheele (Scheeßel), Landrat Hermann Luttmann, Ulrike Jungemann (Stabsstelle Kreisentwicklung)