Kommunen stellen gemeinsam einen Antrag auf Aufnahme in das Städtebauförderungsprogramm "Kleinere Städte und Gemeinden“

Veröffentlicht am: 09.05.2019

LenkungsgruppenteilnhmerMitglieder der Lenkungsgruppe in der Region Börde Oste-Wörpe Börde Oste-Wörpe Foto: Carsten Stimpel, Büro mensch und region Der demographische Wandel hat in fast allen Kommunen der Region Börde Oste-Wörpe Einzug gehalten. Ihre Bürgerinnen und Bürger werden zunehmend älter. Was zunächst nach einer guten Nachricht klingt, wird für die Städte und Gemeinden aber zu einer immer größeren Herausforderung, vor allem auch dann, wenn die Bevölkerung nicht nur maßgeblich überaltert, sondern auch noch schrumpft. Die Samtgemeinden Zeven, Tarmstedt, Selsingen und Sittensen haben den damit verbundenen unmittelbaren Handlungsbedarf frühzeitig erkannt, um in ihren Gemeinden die langfristige Sicherung der Lebens- und Wohnqualität zu erhalten. Dies bedeutet für sie insbesondere die Anpassung der infrastrukturellen Daseinsvorsorge an den demographischen Veränderungsprozess.

Aus diesem Grunde haben sich die zur Region Börde Oste-Wörpe gehörenden Kommunen auf der Grundlage ihrer bisher sehr guten und erfolgreichen regionalen Zusammenarbeit entschlossen, einen gemeinsamen Antrag auf Aufnahme in das Programm „Kleinere Städte und Gemeinden“ zu stellen. Auf Bürgermeister*inneninformationsveranstaltungen wurden den einzelnen Gemeinden das Programm und die Mitwirkungsmöglichkeiten der Gemeinden vorgestellt.

Das Ziel des Programms "Kleinere Städte und Gemeinden" besteht in der Bewältigung der z.T. gravierenden mit dem demographischen Wandel zusammenhängenden Folgen insbesondere im Bereich der infrastrukturellen Daseinsvorsorge, wenn die daraus resultierenden Versorgungsprobleme teilweise auch erst zukünftig deutlich spürbar werden dürften. Hierzu zählen beispielsweise auch städtebauliche Maßnahmen und der bedarfs-gerechte Umbau leer stehender Gebäude, die einer öffentlichen Nutzung zugeführt werden sollen.

Das Land Niedersachsen stellt für die Planung und Umsetzung entsprechender Projekte Finanzhilfen (von bis zu 66,6 %) für investive Maßnahmen zur Verfügung. Voraussetzung, um von den bereitgestellten Mitteln zu profitieren, ist die Aufnahme in das Programm „Kleinere Städte und Gemeinden – überörtliche Zusammenarbeit und Netzwerke“. Hierfür muss als Antragstellung eine Entwicklungsstrategie geschrieben werden. Zum 31.05.2019 soll der Antrag beim Ministerium für Umwelt, Bauen, Energie und Klimaschutz eingereicht werden.

Mitglieder der Lenkungsgruppe in der Region Börde Oste-Wörpe Börde Oste-Wörpe

Foto: Carsten Stimpel, Büro mensch und region