Respekt! Kein Platz für Rassismus

Veröffentlicht am: 04.12.2020

Respekt_Kein Platz für Rassismus© Christiane Huchzermeier, Landkreis Rotenburg (Wümme) Der Landkreis bringt an seinen Gebäuden 13 Schilder der Aktion „Respekt! Kein Platz für Rassismus“ an. Damit soll ein deutliches Zeichen gegen Rassismus in unserer Gesellschaft gesetzt werden. Der Kreistag hatte die Teilnahme an der Aktion nach einem Antrag der SPD-Fraktion am 15. Juli beschlossen. Das erste Schild wurde heute im Beisein von Landrat Luttmann und Vertretern der Fraktionen am Rotenburger Kreishaus aufgehängt.

Der Landkreis möchte mit dieser Aktion jeder Form von Rassismus und rassistischer Gewalt eine deutliche Absage erteilen und als kommunale Verwaltung eine Vorbildfunktion einnehmen. Denn Rassismus ist eine ernste Gefahr für die Gesellschaft und als staatliche Institution will der Landkreis sich davon auch öffentlich distanzieren. 

Es werden insgesamt 13 Schilder angebracht. In Rotenburg (Wümme) am Kreishaus, Gesundheitsamt, Weicheler Damm, an der Straßenmeisterei, der Deponie Rehr und der Kreismusikschule. In Zeven an der ehemaligen Schwesternschule, am Schülerwohnheim und an der Feuerwehrtechnischen Zentrale. In Bremervörde am Kreishaus, Kreisarchiv, der Straßenmeisterei Sandbostel und am Gesundheitsamt. Die Aktion soll auch auf der Internetseite von www.respekt.tv dokumentiert werden.

Initiative

Respekt! Kein Platz für Rassismus ist eine 2006 gegründete Initiative, mit Sitz in Frankfurt am Main, die sich gegen Rassismus, Diskriminierung und Intoleranz richtet. Sie wirbt für ein respektvolles Verhalten gegenüber anderen, für Toleranz, Anerkennung und Wertschätzung. Die Initiative wird getragen von der „Kein Platz für Rassismus GmbH“ und  steht unter der Schirmherrschaft von Bertin Eichler (ehemaliges geschäftsführendes Vorstandsmitglied der IG Metall) und Sandra Minnert (ehemalige Fußballnationalspielerin, DFB-Pokalsiegerin, Deutsche Meisterin, Europa- und Weltmeisterin).

Auslöser für die Gründung der Initiative waren rassistische Auswüchse auf deutschen Fußballplätzen, von Beleidigungen und Bedrohungen bis zu Schlägen und Tritten gegen farbige Spieler durch einzelne Zuschauer und Zuschauergruppen. Die Initiative hat zahlreiche prominente Unterstützer, unter anderem die IG Metall, die seit 2011 dabei ist.

Bild

Bildunterschrift: (v.l.): Lothar Cordts (SPD), Matthias Kröger (parteilos), Claus Aselmann (CDU), Nils Bassen (SPD), Reinhard Lindenberg (WFB), Heinz-Friedrich Carstens (CDU), Landrat Hermann Luttmann mit den Schildern vor dem Rotenburger Kreishaus.