Delta-Variante im Landkreis nachgewiesen

Veröffentlicht am: 23.06.2021

Im Rahmen der Sequenzierung der Proben zweier Fallpersonen aus der Stadt Rotenburg (Wümme), wurde die Delta-Variante nachgewiesen. Die beiden Personen sind bereits wieder genesen, denn die Infektionen wurden Anfang Juni festgestellt. Zwei weitere Personen aus dem gleichen Haushalt waren auch infiziert und sind ebenfalls wieder genesen. Bei ihnen wurde keine Sequenzierung erstellt aber es ist davon auszugehen, dass auch diese Infektionen durch die Delta-Variante hervorgerufen wurden.

Eine Sequenzierung nimmt einige Zeit in Anspruch und wird auch nicht von jedem Fall erstellt. Entsprechend der Coronavirus-Surveillanceverordnung (CorSurV) werden bis zu 5%, bzw. 10% bei bundesweit weniger als 70.000 Neuinfektion in einer Woche, der Proben aus der Primärdiagnostik zur Sequenzierung eingesandt und untersucht. Das Robert Koch Institut (RKI) sammelt die Daten und wertet diese aus.


Die Fallzahlen in Deutschland liegen zurzeit auf einem sehr niedrigen Niveau, dennoch warnt das RKI vor einer möglichen neuen Welle, hervorgerufen durch die hoch ansteckende Delta-Variante. Auch im Landkreis sind die Zahlen erfreulich, das Auftreten der Delta-Variante zeigt aber, dass diese Mutation sich auch in unserer Region verbreiten kann.
„In diesem Fall konnte das Fallgeschehen eingedämmt werden, da der gesamte Haushalt schnell unter Quarantäne gestellt wurde und somit keine weiteren Personen angesteckt werden konnten. Diese Variante ist allerdings um einiges infektiöser als die Ursprungsversion, das sieht man daran, dass sich alle Personen aus dem Haushalt infiziert haben.“, so Landrat Luttmann. „Es ist schön, dass aufgrund der guten Inzidenzwerte jetzt viele Restriktionen zurückgenommen werden konnten. Wir sollten diese Freiheiten wieder genießen, aber dennoch vorsichtig sein und die Regeln weiter befolgen. Sollte die Delta-Variante beispielsweise in einer Schule oder Kita auftreten, könnten die Zahlen schnell wieder nach oben gehen.“