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12.09.2021 - 27.02.2022

Herbstausstellung/Winterausstellung:

Malerei von Eric Pape (1870-1938, USA) - Parallelausstellung im Museum Kloster Zeven

Eric Pape, eine Wiederentdeckung

Ausstellung mit Katalog in der Städtischen Galerie im Königin-Christinen-Haus und dem Museum Kloster Zeven vom 12. September 2021 bis 27. Februar 2022.

pressechansondumatin© Greg Conn

Eric Pape (1870‒1938) war ein bekannter amerikanischer Künstler, Zeichner und Maler, Lehrer, Illustrator, Kostüm- und Bühnenbildner. Schon früh zeigte sich sein großes künstlerisches Talent, später führte er eine der wichtigsten Kunstschulen Amerikas. Der enge Freund vieler Prominenter und Schauspieler präsentierte sein erstaunlich umfassendes Werk in zahlreichen Ausstellungen und erhielt große Anerkennung, bevor er in Vergessenheit geriet.

Dieses Ausstellungsprojekt ist eine Wiederentdeckung in zweifacher Hinsicht. Zum einen war der künstlerische Nachlass des zu seiner Zeit hoch angesehenen und berühmten Künstlers Eric Pape für Jahrzehnte in seinem Atelier verschlossen und in Vergessenheit geraten, zum anderen war bis vor kurzem die familiäre und auch künstlerische Beziehung zu Zeven gänzlich unbekannt.
Die Wiederentdeckung des Künstlers und seiner Werke ist dem Engagement des amerikanischen Kunstsammlers und Mäzens Dr. Gregory Conn geschuldet. Der Heimatbund Bremervörde-Zeven hat die Verbindung Eric Papes zu Zeven entdeckt, die Familiengeschichte sowie die Entstehung des Bildes „Die junge Spinnerin von Zeven“ recherchiert. Die Aufarbeitung des künstlerischen Nachlasses führte zu dieser ersten öffentlichen Präsentation von Papes Werke seit über hundert Jahren im Königin-Christinen-Haus und Museum Kloster Zeven in Norddeutschland.

Warum in Zeven?
Im Jahre 1890 wurde in der Société des Beaux-Arts in Paris ein großes Salonbild „La jeune fileuse de Zeven“ (Die junge Spinnerin von Zeven) ausgestellt. Es brachte dem 20-jährigen amerikanischen Künstler Eric Pape große Anerkennung und wurde 1894 auf einer internationalen Ausstellung in seiner Heimat Kalifornien mit einer Medaille ausgezeichnet.

Entstanden ist das Bild in Zeven, dem Heimatort der Eltern des Malers. Beide waren - wie viele andere im 19. Jahrhundert - nach Amerika ausgewandert, hatten sich dort kennengelernt und in San Francisco niedergelassen. Eric Pape besuchte Zeven zum ersten Mal als 5-jähriges Kind mit seiner Familie. Als junger Pariser Kunststudent kehrte er nochmals nach Zeven zurück, verbrachte einige Zeit bei Verwandten und widmete sich intensiv der Malerei. Das junge Mädchen, das ihm Modell saß, konnte als seine Cousine Dora Buck identifiziert werden. Nach seiner Zevener Zeit reiste Eric Pape zwei Jahre durch Ägypten und den Orient, ging zunächst wieder nach Paris und kehrte dann zurück in die USA.
Die Wiederentdeckung Eric Papes ermöglicht einen Blick in die amerikanische Kunst-, Literatur-, und Theaterwelt des späten 19. und frühen 20. Jahrhunderts und ist eine Würdigung seines reichhaltigen Künstlerlebens. Die Kunst Papes steht dabei im Mittelpunkt der Ausstellung in der Städtischen Galerie im Königin-Christinen-Haus. Im Museum Kloster Zeven sind historische Fotos, persönliche Gegenstände und Hintergrundmaterial zur Familien- und Auswanderungsgeschichte zu sehen.

Sämtliche Ausstellungsstücke hat Dr. Gregory Conn restaurieren und rahmen lassen und der Stadt Zeven leihweise zur Verfügung gestellt. Darüber hinaus hat er das Projekt mit seinem Wissen, mit großem Idealismus und mit finanzieller Großzügigkeit unterstützt und dadurch erst möglich gemacht. Auch der Landschaftsverband Stade hat mit Mitteln des Landes Niedersachsen dieses Projekt großzügig gefördert. Zusätzlich konnte mit Hilfe der Volksbank Zeven ein neues professionelles und variables Stellwandsystem für das Museum Kloster Zeven angeschafft werden, das bei dieser Ausstellung erstmals zum Einsatz kommt.

Die Doppelausstellung „Eric Pape, eine Wiederentdeckung“ in der Städtischen Galerie im Königin-Christinen-Haus und dem Museum Kloster Zeven wird vom 12. September 2021 bis 27. Februar 2022 in Zeven zu sehen sein. Dazu wird ein ausführlicher Kunstkatalog mit allen ausgestellten Bildern und zusätzlichem Hintergrundmaterial gedruckt. Ebenfalls soll begleitend eine Videodokumentation der Ausstellung entstehen.


Jan Jaap Roosing

mit Textauszügen von Gregory Conn und Luise Del Testa

Bild: „Chanson du Martin“, Foto: G. Conn


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