Stolpersteine

Stolpersteine Kattrepel 14, Rosenthal© Samtgemeinde Zeven Mit der Aktion STOLPERSTEINE - macht der Kölner Künstler Gunter Demnig seit 2003 auf die Schicksale von Opfern des Nationalsozialismus, von Rassenwahn, Intoleranz und Euthanasie aufmerksam. Die 10 x 10 cm großen Betonsteine, welche mit einer Messingtafel versehen sind, werden in öffentliche Gehwege, an dem letzten freigewählten Wohnort der Opfer, bündig eingelassen. Die Eingravierungen mit Informationen zu den jeweiligen Personen dienen der Erinnerung.

Weitere Infos unter www.stolpersteine.eu 



Verlegung 15.06.2022 – 4 Stellen, 14 Steine

Mückenburg 21 – 5 Steine

  1. MAX WOLFF
  2. FRIEDA KLARA WOLFF
  3. HENRY SIMON WOLFF
  4. JOSEPH WOLFF
  5. KLARA WOLFF

Max und Frieda Wolff emigrierten 1938 mit ihrem ältesten Sohn nach Kolumbien. Dort bekamen sie noch zwei Töchter. 1959 kehrte die Familie nach Zeven zurück.

Die Mutter von Max Wolff, Klara Wolff, kam im Vernichtungslager Minsk um.

Gartenstr. 16 – 4 Steine

  1. ERICH NEUGARTEN
  2. HENNY NEUGARTEN
  3. SUSI-RENATE NEUGARTEN
  4. JOACHIM NEUGARTEN

Erich Neugarten kaufte dieses Haus nach seiner Hochzeit im Jahr 1930. Mit seiner Frau Henny und den beiden Kindern Susi-Renate und Joachim emigrierte er in die USA.

Lange Str. 15 - 2 Steine

  1.  BETTY PAPE
  2.  ANNA PAPE

Die beiden Schwestern Betty und Anna Pape kamen 1933 in die Rotenburger Anstalten. Von dort wurden sie 1941 nach Weilmünster verlegt. Anna wurde dort im November 1941 getötet, Betty im April 1942

Lange Str. 36 – 3 steine

  1. SIEGFRIED NEUGARTEN
  2. MELITTA NEUGARTEN
  3. ILSE NEUGARTEN

Hier wohnte der Viehhändler und Schlachtermeister Siegfried Neugarten mit seiner zweiten Frau Melitta und der kleinen Tochter Ilse. Die ganze Familie kam in Vernichtungslagern um.

Verlegung 24.10.2023 – 4 Stellen, 11 Steine

Meyerhöfen 44 – 1 Stein

  1.  JOHANNE RETTIG

Ermordet in Hadamar

Kirchhofsallee 6 – 6 Steine

  1. HERMANN SAMSON
  2. FRIEDA SAMSON
  3. HENRIETTE SAMSON
  4. MANFRED SAMSON
  5. HERMANN LAZARUS
  6. HERMINE LAZARUS

In diesem Haus wohnten Hermann und Frieda Samson mit ihren Kindern Henriette und Manfred. Die Familie wurde in Minsk ermordet. Von 1940 bis zu ihrer Deportation 1941 wohnte hier auch das Ehepaar Hermann und Hermine Lazarus. Auch sie überlebten die Deportation nicht.

Kattrepel 12-14 (alte Nummer 54) – 2 Steine

  1. ALBERT ROSENTHAL
  2. IDA ROSENTHAL

Hier wohnten Albert und Ida Rosenthal von 1932-1939. Das Ehepaar wurde im Vernichtungslager Minsk ermordet. Die Tochter Elfriede konnte mit ihrem Ehemann 1939 nach Shanghai emigrieren. Vorher: Poststraße 58 (1924-1932)

Labesstr. 21 – 2 Steine

  1. FRIEDRICH HELMKE
  2. MARTHA HELMKE

Hier hatte die Familie Helmke Aufnahme gefunden, nachdem ihnen ihre vorherige Wohnung gekündigt wurde. Der nicht-jüdische Viehhändler Friedrich Helmke und seine jüdische Frau Martha lebten während des nationalsozialistischen Regimes in ständiger Gefahr für Leib und Leben. Ihr Sohn Hans schaffte es, in der Großstadt Berlin unterzutauchen. Friedrich Helmke starb 1960, seine Frau 1966. Bis kurz vor ihrem Tod war sie unter dieser Adresse ansässig. 

Verlegung 07.02.2025 – 3 Stellen, 10 Steine

Herrenbrümmer 4 – 5 Steine

  1. BERNHARD BLUMERT
  2. FRIEDA SELMA BLUMERT GEB.WOLFF
  3. ROSA BLUMERT
  4. SAMI WERNER BLUMERT
  5. FRITZ BLUMERT

Hier wohnte der Viehhändler Bernhard Blumert mit seiner Frau Frieda Selma und ihren vier Kindern. Die Tochter Rosa emigrierte über England nach Kolumbien. Die Familie wurde nach Minsk deportiert. Das Ehepaar und der jüngste Sohn Fritz kamen dort ums Leben. Nur Werner überlebte.

Bahnhofstr. 76 – 1 Stein

  1. HELGA SCHNACKENBERG

In diesem Haus lebte Helga Anita Schnackenberg. Mit 13 Jahren wurde sie in die Heil- und Pflegeanstalt Lüneburg eingewiesen und dort ermordet.

Kurze Str. 2 – 4 Steine

  1. FRIEDRICH SIMON WOLFF
  2. EMMY WOLFF GEB. SPIEGEL
  3. KURT SIEGMUND WOLFF
  4. GÜNTER SIMON WOLFF

In diesem Haus lebte das Ehepaar Friedrich und Emmi Wolff mit den beiden Söhnen zur Miete. 1938 zog die Familie nach Geestemünde (Wesermünde-Geestemünde Sachsenstr.15, kein Stolperstein) Friedrich Wolff gelang die Flucht nach Südamerika. Seine Frau Emmi und die beiden Kinder Kurt Siegmund und Günter kamen im Vernichtungslager Minsk um.

Weitere

Badenstedt, Tarmstedter Str. 2/ bzw. Klostergang – 1 Stein

  • Es liegt ein Stein in Hamburg
  • Verlegung in Zeven folgt nach Fertigstellung des Kultur-und Bildungszentrums
  1. PAUL GOTTFRIED DIEROFF

In diesem Haus wuchs Paul Dieroff auf. Die Familie zog nach Hamburg um. Von dort aus wurde der 14jährige Schüler deportiert, zusammen mit seiner Mutter Bertha Freudenthal. Sie überlebte das Lager Theresienstadt. Paul starb mit 16 Jahren im Konzentrationslager Dachau.