Programm "Kinderfreundliche Kommune"
© Kinderfreundliche Kommunen e.V.
Die Stadt Zeven nimmt seit 2020 an dem Programm „Kinderfreundliche Kommunen“ teil. Das Programm wird in Deutschland seit 2012 umgesetzt und wird von Unicef und dem Deutschen Kinderhilfswerk getragen. Es dient dazu, Kinderrechte in der Kommune vermehrt umzusetzen und die Beteiligung von Kindern und Jugendlichen zu fördern.
Hier gibt es ausführliche Informationene zum Programm: Kinderfreundliche Kommune (Startseite)
Was passiert aktuell?
Am Samstag, den 4. Februar 2023 hat die Stadt Zeven das Siegel „Kinderfreundliche Kommune“ erhalten. Nun gilt es den Akltionsplan mit seinen 12 Maßnahmen umzusetzen. Die 1. Siegelphase geht bis Februar 2026. Sie kann anschließend verlängert werden.„Die Teilnahme der Stadt Zeven am Programm 'Kinderfreundliche Kommune' unterstützen wir ausdrücklich. Es ist uns ein Anliegen, unsere Stadt zukunftsfähig fortzuentwickeln. Wir freuen zugleich über die Verleihung des Siegels „Kinderfreundliche Kommunen“. Wir gehören nun zu den gut 50 Kommunen im Bundesgebiet, die ein solches Siegel bekommen haben. Dies ist Ansporn und Herausforderung zugleich. Die Kinderrechte vermehrt umzusetzen und die Beteiligung von Kindern und Jugendlichen zu fördern, ist unser gemeinsames Ziel. Mit dem nun vorgelegten Aktionsplan haben wir zukunftsweisende Projekte und Maßnahmen erarbeitet, um die Stadt Zeven für die heranwachsenden Generationen und Familien noch attraktiver zu machen. Wir freuen uns auf die Umsetzung und laden alle dazu ein, aktiv mitzumachen und Zeven so noch kinderfreundlicher zu gestalten.“
Henning Fricke, Stadtdirektor und Jens Petersen, Bürgermeister
Zeven beendet 1. Siegelphase und startet in die 2. Runde
Die erste Siegelphase beendet Zeven am 03.02.2026. Dann sind die drei Jahre um, die die Stadt hatte, um den ersten Aktionsplan mit den enthaltenen zwölf Maßnahmen umzusetzen. Für die Beendung der ersten Siegelphase musste ein umfassender Abschlussbericht für den begleitenden Kinderfreundliche Kommune e.V. verfasst werden. Hier wird dargestellt, wie weit die Stadt bei der Umsetzung gekommen ist und welche Themen es weiter zu bearbeiten gilt. Der Abschlussbericht liegt bisher nur in nicht-gelayouteter Form vor. Er wird bis zum Sommer noch mit dem 2. Aktionsplan vervollständigt und dann in gelayouteter Form vorliegen.
Mit dem Abschlussbericht hat Zeven eine vorläufige Verlängerung des Siegels erhalten. Außerdem haben die Sachverständigen und der Kinderfreundliche Kommunen e.V. ihre Empfehlungen für den 2. Aktionsplan gegeben. Diese basieren auf dem regelmäßigen Austausch, der Zukunftswerkstatt und dem Abschlussbericht. Nun hat Zeven ab dem 04.02.2026 sechs Monate Zeit, daraus seinen 2. Aktionsplan zu entwickeln. Hierin sind weitere Maßnahmen enthalten, die die begonnene Arbeit im Sinne der Kinderfreundlichkeit gemäß der UN-Kinderrechtskonvention fortsetzen und weiterentwickeln. Die Maßnahmen werden in enger Zusammenarbeit mit der begleitenden KfK-Steuerungsgruppe abgestimmt. Vor der Sommerpause müsste der 2. Aktionsplan dann noch seine Zustimmung im Stadtrat finden, damit Zeven das Siegel „Kinderfreundliche Kommune“ endgültig weiter tragen kann. Ab August 2026 hat Zeven dann wiederum drei Jahr Zeit, seinen 2. Aktionsplan umzusetzen. Anschließend besteht die Möglichkeit, dauerhafte Qualitätsmerkmale der Kinderfreundlichkeit festzusetzen und mit dem KfK e.V. abzustimmen und so das Siegel dauerhaft zu behalten.
Hier der Abschlussbericht:
Zukunftswerkstatt am 25.11.2025
Am 25.11.2025 fand die Zukunftswerkstatt zur Kinderfreundlichen Kommune in Zeven statt. Es tagten im Kinder- und Jugendhaus insgesamt gut 20 Erwachsene aus der Steuerungsgruppe und dem Kinderfreundliche Kommunen e.V. mit zehn Jugendvertreter:innen (je zwei für jede der weiterführenden Schulen, der Evangelischen Jugend und dem Kinder- und Jugendrat des Jugendzentrums). Parallel dazu fanden sich 20 Kinder der Aue-Mehde- und Gosekamp-Grundschule in einer eigenen Werkstatt zusammen. Wir wurden vom Team von „Planen mit Phantasie“ durch den Tag begleitet.
In der Zukunftswerkstatt ging es darum, den bisherigen Prozess der „Kinderfreundlichen Kommune“ auszuwerten und zu schauen, was in Zeven für Kinder und Jugendliche bereits gut und was noch nicht so gut läuft. Zum anderen ging es darum, neue Ideen für den zweiten Aktionsplan zu sammeln. Ganz klassisch wurden die drei Phasen der Zukunftswerkstatt durchlaufen:
- Kritikphase: Hier wurde ausgewertet, was bisher im Prozess gut lief, was nicht so und was bisher noch fehlte.
- Phantasiephase: Unter der Leitfrage „Wie wäre der Projektverlauf für uns ideal?“ sammelten die Teilnehmenden Ideen für die weitere Umsetzung. Einige der Ideen wurden in Kleingruppen weiterentwickelt.
- Umsetzungsphase: Hier ging es in den Themengruppen darum, zu prüfen, wie die Ideen umsetzbar sind. Es wurden nächste Schritte geplant.
In der Kinder-Werkstatt wurde der Prozess gekürzt durchlaufen. Die Kids hatten nur den Vormittag Zeit, um an den Themen zu arbeiten, während die Erwachsenen ganztags gearbeitet haben. Hier wurde in der Kritikphase auf der
© Stadt Zeven
„Motzmauer“ gesammelt, was die Kinder nicht gut an Zeven finden. Was sie gut in der Stadt finden, wurde auf dem „Walk of Fame“ zusammengetragen. In der Phantasiephase sammelten die Kinder, wie Zeven richtig toll wäre. Hierzu gab es acht verschiedene Kategorien:
- Verkehr (Schulweg, Radfahren, Busfahrten)
- Freizeit, Sport und Spiel
- Natur und Naturerleben
- Aktionen und Programme für Kinder
- Lernen (Schule, nachmittags, …)
- Mitbestimmungsmöglichkeiten
- Wo finde ich außerhalb der Familie Hilfe und Unterstützung, wenn ich Probleme habe?
- Was ist dir sonst noch wichtig?
Nach der Ideensammlung präsentierten die Kinder ihre Arbeitsergebnisse den Teilnehmenden der Erwachsenen-Jugend-Werkstatt. Es gab viel Austausch und positives Feedback für die Kinder.
Hier die Dokumentation beider Werkstätten:
Aufbauend auf den erarbeiteten Kritikpunkten und entwickelten Ideen wird nun der zweite Aktionsplan entstehen. Dies wird in enger Zusammenarbeit mit der KfK-Steuerungsgruppe geschehen. Bis zur Sommerpause 2026 müsste er dann noch vom Stadtrat beschlossen werden, wenn Zeven sein Siegel als „Kinderfreundliche Kommune“ weiter behalten will.
Zeven setzt Programm zur Kinderfreundlichen Kommune fort!
Der Stadtrat hat in seiner Sitzung am 10.11.2025 beschlossen, das Programm „Kinderfreundliche Kommune“ in Zeven fortzusetzen. Die Stadt startete 2020 mit dem Programm, welches die verstärkte Umsetzung der UN-Kinderechtskonvention vor Ort zum Ziel hat. Zunächst fand eine umfangreiche Bestandserhebung in Sachen Kinderfreundlichkeit statt. Darauf aufbauend wurde partizipativ mit Akteuren aus Politik, Verwaltung und Zivilgesellschaft der erste Aktionsplan entwickelt. Von Februar 2023 bis Februar 2026 gab es dann drei Jahre Zeit, die 12 Maßnahmen aus dem Aktionsplan umzusetzen. Diese erste Siegelphase geht nun ihrem Ende zu und es musste entschieden werden, ob dieses Programm fortgesetzt wird. Durch die Zustimmung des Stadtrats ist nun der Weg geebnet, einen zweiten Aktionsplan mit neuen Maßnahmen bis zum Sommer 2026 zu entwickeln. Danach hat Zeven wiederum drei Jahre Zeit, diese umzusetzen. Weiterhin wurde beschlossen, dass es eine weitere halbe Personalstelle zur Verfügung gestellt wird, um den neuen Aktionsplan zu begleiten und die Kinder- und Jugendbeauftragte Katja Altenburg in ihrer Arbeit zu unterstützen. Diese Stelle wird zeitlich auf die Phase des zweite Aktionsplans befristet sein.
Halbzeitbericht veröffentlicht
Zur Halbzeit der 1. Siegelphase hat die Stadt Zeven im August 2024 dem begleitenden Verein "Kinderfreundliche Komunnen e.V." ihren Halbzeitbericht vorgelegt. Am 11.11.2024 fand zwischen der städtischen Steuerungsgruppe, dem begleitenden Verein und den Sachversändigen das Halbzeitgespräch statt. Hierbei wurde Bilanz gezogen: Es wurde auf das bisher Erreichte zurückgeschaut, wobei man stolz auf die Umsetzung einiger wichtiger Maßnahmen wie dem Kinderrechtefest, die Eröffnung des Kinder- und Jugendbüros und der Etablierung der Stelle der Kinder- und Jugendbeuaftragten zurückblickte. Weiterhin erfolgte der Ausblick auf die verbleibende Zeit und es wurden die noch zu meisternden Herausforderungen besprochen. Hierbei ging es bspw. darum, wie das Thema Kinder- und Jugendbeteiligung in die Praxis umgesetzt werden kann, eine gute Kommunikation und Zusammenarbeit zwischen den unterschiedlichen Akteuren erreicht werden kann und eine Priorisierung bei der Maßnahmenumsetzung erfolgen kann.
Ansprechpartnerin
für Fragen rund um das Programm sowie für die Belange von Kindern und Jugendlichen






