Zeven

Sitzung des Präventionsrates (PRZ) der Samtgemeinde Zeven im März 2017

Zuhause fehlt Unterstützung

(Quelle: Zevener Zeitung vom 11.05.2017)

ZEVEN. Es sind überwiegend Kinder und Jugendliche, die in ihren Familien kaum Unterstützung für den Schulunterricht erfahren: Eine Bilanz nach zehn Jahren Hausaufgabenhilfe stand neben Berichten von Vertretern der einzelnen Arbeitsgruppen im Mittelpunkt der jüngsten Sitzung des Präventionsrates der Samtgemeinde (PRZ).


PRZ-Vorsitzender Johannes Fuhr verdeutlichte, dass der Präventionsrat, damals unter Leitung von Jürgen Koch, das Projekt „Hausaufgabenhilfe“ an Zevener Grundschulen 2007 aufgenommen hat. Zunächst wurden erste Erfahrungen an der Klostergang Grundschule gesammelt. Anschließend wurden die Kinder der Grundschulen Gosekamp, Elsdorf und Heeslingen in die Betreuung mit aufgenommen. Eine vom Präventionsrat eingerichtete Arbeitsgruppe, unter anderen mit Theo Maxin, Margret Schmidt und Gisela Drosten, hatte die Betreuungsarbeit organisiert. An den Grundschulen sind rund ein Dutzend pädagogische Mitarbeiterinnen sowie Mütter in der Hausaufgabenarbeit tätig. Sie leisten die Dienste bei Schülern
der zweiten bis vierten Klassen. „Wir benötigen jedoch weitere Helfer,“ betonte Maxin. Durch Teamarbeit in Kleingruppen wird ein positives soziales Verhalten erfahrbar gemacht, eine gegenseitige Unterstützung der Kinder untereinander vermittelt. Beteiligung am Unterricht und schriftlichen Leistungen verbessern sich erheblich durch die Arbeit. So wird ein Scheitern der schulischen Laufbahn oft verhindert.
Anna Christ, Leiterin der Klostergang-Grundschule, und Theo Maxin warben für die Fortführung des Projekts. Die Finanzierung erfolgte in den ersten Jahren durch Spendengelder der Niedersächsischen Klosterkammer, Zevener Unternehmen und der Samtgemeinde. Aktuell wird die Hausaufgabenhilfe von der Samtgemeinde alleine getragen. Im vergangenen Jahr standen dafür rund 25 000 Euro zur Verfügung.

»Unsere Beratung ist vertraulich und findet nur auf Wunsch der Betroffenen statt. «

Marianne Ciolek von der BISSBeratungsstelle, die sich in Zeven, Mückenburg 26, befindet, gab einen Einblick über Möglichkeiten von Rat und Hilfe für Opfer häuslicher Gewalt. Körperlich, seelisch und sexuell seien in 95 Prozent der Fälle Frauen betroffen.
Die Beratungsstelle biete Unterstützung in solchen risensituationen, Sicherheitsplanungen, psychosoziale Begleitung, Vermittlung in Hilfseinrichtungen und Hilfe bei Anträgen an. Weiterhin gebe es Begleitung zu Gerichten, Ärzten und zur Polizei.
Die Beratung sei kostenlos, eine telefonische Terminabsprache unter 04281/983 6060 möglich und per Mail (biss@lk-row.de).




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