Zeven

Museum Kloster Zeven


Klostergang 3
27404 Zeven

Tel.: 04281 / 999800
Fax: 04281 / 999803


ÖFFNUNGSZEITEN:
Donnerstag 14:30 bis 17:30 Uhr
Sonntag 14:30 bis 17:30 Uhr
sowie nach Vereinbarung


Museum Kloster Zeven:

Mittelpunkt und optisches Erkennungszeichen Zevens sind die letzten erhaltenen Gebäude der mächtigen mittelalterlichen Klosteranlage aus dem 12. Jahrhundert, die St. Viti-Kirche und das Museum Kloster Zeven. Das Museum ist donnerstags und sonntags von 14.30 – 17.30 Uhr geöffnet. Ein Gruppenbesuch lässt sich auch außerhalb dieser Zeiten vereinbaren (s. Angebote)
Einen kleine Auswahl von Museumsthemen finden Sie hier. Im Museum selbst gibt es noch viel mehr zu sehen.

Ansicht Kloster

Zur Klostergeschichte

986 wurde Zeven zum ersten Mal urkundlich erwähnt. Zu dieser Zeit befand sich das Kloster im benachbarten Heeslingen. 1141 wurde es nach Zeven verlegt. Die Nonnen nahmen die Benediktinerregel an. Kirche und Klosteranlage entstanden in der Folgezeit. Sie waren dem heiligen Vitus geweiht und erhielten im Jahre 1231 Reliquien ihres Patrons von dem Kloster Corvey. Nach dem Dreißigjährigen Krieg fiel das Kloster und seine Besitztümer an Schweden.
Bei den Renovierungsarbeiten wurden 1986 Wandmalereien aus dem 17. Jahrhundert entdeckt. Restauriert wurde die zweite von drei übereinanderliegenden Fassungen der Renaissancemalerei.

Romanisches Kreuzgratgewölbe

Eine Besonderheit im norddeutschen Raum ist der historische Keller. Das romanische Kreuzgratgewölbe aus Findlingen und rheinischem Tuffstein entstand im 12. Jahrhundert. Obwohl seine geheimnisvolle Atmosphäre heute eher an eine Krypta erinnert, diente er einst praktischen Zwecken. Hier wurden ursprünglich Vorräte aufbewahrt, in späteren Zeiten nutzte man den Raum als Gefängnis.

Klostergewölbe

Heeslinger Münzschatz

Der Heeslinger Münzschatz wurde 1986 bei Bauarbeiten im Fußboden der Heeslinger Kirche entdeckt. Er umfasst 585 Silbermünzen aus 59 verschiedenen Münzstätten, die im Zeitraum zwischen 1433 und 1570 geprägt wurden. Wer diesen Schatz versteckt hat und aus welchem Grunde, ist unbekannt.

Zevener Porzellan

Das Zevener Porzellan stellt durch seinen ungewöhnlichen Produktionsort, aber vor allem durch seine formschöne und zu seiner Zeit hochmoderne Gestaltung im Stil des Art déco eine kulturelle und geschichtliche Besonderheit im gesamten norddeutschen Raum dar.
Die Zevener Porzellanfabrik stellte Kaffee- und Tee- sowie Mokkaservice her. Hinzu kommen Dosen und Vasen, die durch ihre extravagante Formensprache ins Auge fallen.
Seine Produktionsgeschichte dauerte nur fünf Jahre: Die Bremer Werra-Porzellanfabrik erwarb 1922 das Gebäude einer Kartoffelflockenfabrik in Zeven, um hier ein Zweigwerk einzurichten. Es wurden zwei Brennöfen gebaut und etwa 50 Mitarbeiter beschäftigt. Nach der Inflation wurde 1924 diese Zevener Porzellanmanufaktur weiterverkauft an die Geschäftsleute C. & E. Carstens, die bereits über Steingutfabriken und keramische Werke an anderen Orten verfügten.
Im Herbst 1927 brannte das Hauptgebäude mit den Brennöfen ab. Danach gelang es nicht, die nötigen Mittel aufzubringen, um die Fabrik wieder aufzubauen. Heute ist das Gebäude Teil des St.-Viti-Gymnasiums.


Hans MüIIer-Brauel gründete das erste Zevener Heimatmuseum

Das Obergeschoss des Museums ist im Großen und Ganzen dem Gedächtnis Hans Müller-Brauels (1867 - 1940) gewidmet. Der Zevener Heimatforscher, Vorgeschichtler, Schriftsteller und Fotograf gründete das erste „Zevener Heimatmuseum“, indem er im Jahre 1909 seine umfangreichen Sammlungen in seinem „Haus Sachsenheim“ der Öffentlichkeit zugänglich machte.
Viele Sammlungsgegenstände im Museum stammen direkt aus seinem Nachlass, andere – wie ausgestellten Trachtenstücke – stehen in indirektem Zusammenhang mit ihm, da er sich besonders um den Erhalt und die Dokumentation volkskundlicher Gegenstände und bäuerlicher Gebräuche in der hiesigen Region kümmerte.

Museum Kloster Zeven für Kinder

Im Museum Kloster Zeven gibt es viel zu entdecken, z.B. einen über hundert Jahre alten Fotoapparat, eine alte Apotheke und einen 500 Jahre alten Schatz aus Silbertalern.
Im mittelalterlichen Gewölbekeller wurden vor 200 Jahren Diebe eingekerkert.
Im Vorgeschichtsraum kannst Du ausprobieren, wie die Menschen in der Steinzeit Getreide mahlten und Löcher in die Steine bohrten. Dies eignet sich auch gut für einen Besuch mit Deiner Klasse.
In den Sommerferien kannst Du als Geschichtsdetektiv das Museum in einer Schatzsuche erkunden. Während der Öffnungszeiten erhältst Du einen Bogen mit Suchaufgaben und kniffligen Fragen. Am Schluss kannst Du etwas aus der „süßen“ Schatztruhe gewinnen.

Angebote

Das Museum kann man nicht nur zu den regulären Öffnungszeiten besuchen. Für Gruppen lassen sich besondere Besichtigungstermine vereinbaren.
Für Schulklassen und Erwachsenengruppen bieten Museum Kloster Zeven und Königin-Christinen-Haus Führungen an. Hierbei können mit Themenschwerpunkten Unterrichtsinhalte vertieft und veranschaulicht werden.
Schülergruppen können das Mitmach-Museum nutzen oder bei einer Rallye das Museum erkunden. In den Sommerferien können Kinder am Ferienspaß teilnehmen. Bei der „Schatzsuche“ lernen sie anhand von Suchaufgaben ihr Museum besser kennen.



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