Zeven

Königin-Christinen-Haus


Lindenstraße 11
27404 Zeven

Telefon: 04281/7971 oder 999800

ÖFFNUNGSZEITEN:
Donnerstag 14:30 bis 17:30 Uhr
Sonntag 14:30 bis 17:30 Uhr sowie nach Vereinbarung


Aus der Mitte des 17. Jahrhunderts stammt das älteste nicht-kirchliche Gebäude Zevens, das Königin-Christinen-Haus.
Es ist nicht nur wegen seines Alters, sondern auch aufgrund seiner Bauweise eine Besonderheit. Die Grundstruktur war die eines niedersächsischen Bauernhauses mit Diele, Flett und Kammerfach. Als Gästehaus des Klosters oder als Sitz des Klosteramtmannes diente es repräsentativen Zwecken. Man brauchte also mehr Räume, „verdoppelte“ deshalb den eigentlichen Wohntrakt und baute ihn zweigeschossig. Komplett als Fachwerkbau errichtet, wurde in der Mitte des 19. Jahrhunderts der Giebel in reiner Ziegelausfertigung erneuert.
Der Name des Hauses bezieht sich auf die schwedische Königin Christine (1626-1689).
Sie soll auf einer ihrer Reisen in Zeven Station gemacht und hier Quartier genommen haben.


Seit 1986 ist das vollständig restaurierte Gebäude zu besichtigen.
Die hinteren historischen Räume wurden in der ursprünglichen Farbgestaltung wiederhergestellt.
Ein originaler Fensterstock mit Schuppendekor diente als Vorlage für die Gestaltung der Fenster.


Im ehemaligen Dielenteil zeigt die STÄDTISCHE GALERIE in modern gestalteten Räumen wechselnde Kunstausstellungen. Sie hat sich inzwischen zu einem renommierten Forum für Kunst und Künstler aus dem Elbe-Weser-Raum entwickelt.

Besonderheit des restaurierten Köinigin-Christinen-Hauses ist der ehemalige Heuboden: Er wurde zu einem Saal mit besonderer Atmosphäre umgestaltet, in dem regelmäßig Vorträge, Konzerte und andere kulturelle Veranstaltungen stattfinden.

Eine Attraktion stellt seit 1998 die Sammlung WALTER KEMPOWSKI dar, die in 2 Räumen des historischen Teils zu sehen ist. Der bekannte und bedeutende Schriftsteller hat der Stadt Zeven Ausgaben seiner Bücher, versehen mit vielen kleinen persönlichen Erinnerungsstücken, Zeugnisse seines pädagogischen Wirkens als Lehrer sowie Objekte aus seinem Haus Kreienhoop zur Verfügung gestellt.

Seit einigen Jahren dient das sogenannte Christinenzimmer, der repräsentativste Raum des historischen Teils, nicht nur der Besichtigung. Hier kann man – in stilvollem Rahmen – standesamtlich heiraten.

Der hinter dem Haus liegende Garten wurde in Anlehnung an einen barocken Hausgarten gestaltet. Die Skulpturen, die eigentlich in einen Barockgarten gehören, entstanden in zeitgenössischer Form 1993 in der Kunst-Werk-Schau und vermitteln einen Eindruck der n Bildhauerei im Elbe-Weser-Dreieck. So nehmen auch die Außenanlagen in vielfältiger Weise Bezug auf das dazugehörige Königin--Christinen-Haus und seine Geschichte. Haus und Garten sind ein „Kleinod“ inmitten der Stadt.



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