27.02.2012 / Malerei, Skulpturen und Reliefs von Adrian van der Ende
Eröffnungsveranstaltung am 4. März
Der Bildhauer Adriaan van der Ende wurde 1920 in Scheveningen/Holland geboren und absolvierte seine künstlerische Ausbildung an der Kunsthochschule Bremen. Gleichzeitig war er Schüler des in Fischerhude ansässigen Malers und Kokoschka-Schülers Hans Meyboden.
„Adriaan van der Ende zu Hause in Fischerhude“
1950 debütierte er mit einer ersten Ausstellung in der “Kunstschau-Fischerhude”. Im selben Jahr bekam er vom Kultusminister den ersten Preis für “Junge Kunst in Niedersachsen” zugesprochen. Als er jedoch während eines Studienaufenthalts in Florenz den Bildhauer Marino Marini kennen lernte, beschloss er sich ganz und gar der Skulptur zu widmen. Es folgten in den 60er Jahren Teilnahmen an öffentlichen Ausschreibungen und Aufträge für Kunst an Kirchen, Schulen, Krankenhäusern, Sportstätten und Banken. Unter anderem ein über zwei Meter hohes Kruzifix für die evangelische Sühne-Christi-Kirche in Berlin (1965), aber auch ein 30-Meter-Wandrelief für die Berufsschule in Zeven (1974). Adriaan van der Ende bedient sich mit nur wenigen Ausnahmen einer abstrakten Formensprache und arbeitet mit unterschiedlichsten Materialien. Von Metall, Beton, Holz, Polyester bis hin zu Alabaster und farbigem Papier. Von 1979 bis 2000 war er Lehrbeauftragter für Skulptur und Plastik im Fachbereich Ästhetik/Kommunikation an der Universität Bremen. Bis heute arbeitet van der Ende in seinem Fischerhuder Atelier, vor allem an Skulpturen und Reliefs.
„Hoboken“, Stahlskulptur, 1,30 meter, 1962
Eine kleine Auswahl aus gut 60 Jahren Schaffenszeit ist als Retrospektive in der Frühlingausstellung der Städtischen Galerie im KÖNIGIN-CHRISTINEN-HAUS zu sehen. Beginnend mit einigen frühen malerischen Werken werden schwerpunktmäßig Skulpturen und Reliefs gezeigt. Stellvertretend für die „Kunst am Bau“, die hier nicht gezeigt werden kann, gibt es eine Bilddokumentation eines frühen Hauptwerkes, des imposanten Kreuzes an der Sühne-Christi-Kirche in Berlin.
Zur Eröffnungsveranstaltung am 4. März um 15 Uhr spricht Dr. Patrick Baker von der Universität Münster. Weiter geht es mit kurzen Rezitationen seiner Frau Barbara van der Ende, musikalisch umrahmt von Edwin Bohlman am Saxophon. Auf Wunsch des Künstlers, dem auch seine langjährige Lehrtätigkeit lieb und wichtig war, spricht Dr. Agnes Naber ein kurzes abschließendes Wort in Namen der vielen ehemaligen Schüler/innen. Jedermann ist herzlichst willkommen, der Eintritt ist frei. Städtische Galerie im KÖNIGIN-CHRISTINEN-HAUS, Lindenstraße 11 in Zeven. Die Öffnungszeiten sind donnerstags und sonntags von 14.30 bis 17.30 Uhr sowie für Schulklassen, Gruppen und Führungen nach Vereinbarung: Tel. 04281-999 800. Adriaan van der Endes Retrospektive bleibt bis Pfingstmontag, den 28. Mai, in Zeven zu sehen.
Jan Jaap Roosing
Fotos: Jan Jaap Roosing, 2012
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