05.05.2017 / Themenabend Wirtschaft, Schule/Ausbildung


Pressemitteilung der ILE-Region Börde Oste-Wörpe zum Themenabend Wirtschaft, Schule/Ausbildung in der Gemeinde Tarmstedt

Ohne die Jugendlichen geht es nicht! Die Zukunft der Region lässt sich besser gemeinsam gestalten. Es war ein erfolgreicher Auftakt für die jugendgerechte Entwicklung der ILE-Region Börde Oste-Wörpe mit dem Themenabend Wirtschaft, Ausbildung und Schule in der Samtgemeinde Tarmstedt. Junge Menschen aus der ILE-Region Börde Oste-Wörpe diskutierten mit VertreterInnen aus Unternehmen, Vereinen, dem Landkreis, der Industrie- und Handelskammer, den Sparkassen. der Landjugend, den Kirchen u.v.m. sowie der vier Samtgemeinden über Möglichkeiten, wie es gelingen kann, die Region noch jugendgerechter zu gestalten.



Rund 40 Personen haben sich im Forum der KSG in Tarmstedt auf Einladung der ILE-Region Börde Oste-Wörpe versammelt, um gemeinsam die Frage zu diskutieren, wie berufliche und schulische Lebenswelten effektiv miteinander verbunden und wie dazu gemeinsame lokale und regionale Kooperationen geschaffen werden können.
Frank Holle, Samtgemeindebürgermeister Samtgemeinde Tarmstedt, betonte während seiner Begrüßung „Unsere Jugend ist unsere Zukunft“, dies sei aber in der Realität der Kommunen noch nicht ausreichend umgesetzt. Die vier Samtgemeinden hätten erkannt, dass diese Herausforderung in enger Zusammenarbeit mit den Jugendlichen in Angriff genommen werden muss, solange diese noch in der Region leben.
Das Zusammentreffen war eine Folgeveranstaltung eines Workshops mit Jugendlichen, der im November 2016 in Zeven mit großer Unterstützung der Schulen und SchulleiterInnen stattfand. Hintergrund ist u. a. die zunehmende Komplexität der Berufs- und Ausbildungswelt, die Entstehung neuer Berufe, Globalisierung, der demographische Wandel sowie die noch immer voranschreitende Abwanderung vor allem junger Menschen. Daraus zogen die Verantwortlichen die Erkenntnis, dass es für eine zukunftsfeste und jugendgerechte Wirtschaftsentwicklung notwendig ist, lokale und regionale Kommunikationsstrukturen mit Beteiligung Jugendlicher aufzubauen.
Schnell wurde es praktisch. Klaus Wirth, Bürgermeister der Gemeinde Schiffdorf, Vorsitzender der Lokalen Aktionsgruppe der LEADER-Region Wesermünde-Süd und Gründungsmitglied des "Netzwerks Schule, Wirtschaft und Wissenschaft für die Region Unterweser e.V." erläuterte gemeinsam mit dem Managing Director Michael Guttrof von der Kopf + Lübben GmbH mit Sitz in Bremen, wie ein solches Netzwerk entstehen und was es leisten kann.
Wirth zeigte sich besonders erfreut darüber, dass so viele junge Leute an der Veranstaltung teilnahmen. Leitprinzip in seinem Netzwerk sei es vor allem, Informationsdefizite und Arbeitskräftemangel auszugleichen und die Jugendlichen langfristig an die Region zu binden. „Voraussetzung“, so Wirth „ist es, hierfür erst einmal das Interesse der Jugendlichen zu wecken und sie über die bestehenden Möglichkeiten sowie das Arbeitsplatzangebot in Kenntnis zu setzen, vor allem aber die Akteure zu verknüpfen: Jugendliche, Schulen und Unternehmen“. Zukunftschancen für die Jugendlichen würden auf diese Weise analysiert, praktisches Lernen ermöglicht und unternehmerischen Denken vermittelt, Pädagogen weitergebildet und dies in engem Austausch mit Unternehmen und der Hochschule Bremerhaven vorangetrieben.
Guttrof, selbst langjähriges Mitglied des „Netzwerks Schule, Wirtschaft und Wissenschaft für die Region Unterweser e.V." verwies die gelungene Verbindung und das Zusammenbringen der verschiedenen Akteure in der Region durch den Verein. „Durch unsere Teilnahme am Projekt wollen wir der intensiven Akademisierung entgegenwirken und vor allem die Stellen im gewerblichen und handwerklichen Bereich wieder attraktiver gestalten“. Nur durch gemeinsame Anstrengungen sei der extreme Fachkräftemangel anzugehen. Daher erachtet er das entstandene Vereinskonstrukt mit den dazugehörigen Veranstaltungen mit Schülerinnen und Schülern für sein Unternehmen als äußerst attraktiv „Man muss Engagement zeigen und z. B. attraktive Ausbildungsberufe anbieten“, erläutert Guttrof.
Schnell kamen Fragen auf, z. B. ob die beiden Vortragenden das Prinzip als übertragbar auf andere Regionen erachten. Dies bejahen Wirth und Guttroff. Ziel sei der gemeinsamen Nenner und die Erkenntnisse, dass die Arbeit innerhalb des Netzwerkes explizit auch eine Aufgabe der Gemeinden sei.
Im Anschluss diskutierten die Jugendlichen gemeinsam mit den VertreterInnen der Organisationen die Fragen nach notwendigen Strukturen, Themen, die sowohl für Jugendliche und WirtschaftsvertreterInnen interessant sind sowie die Frage, welche Chancen die Anwesenden für eine Nebenjobbörse sehen. Die Nebenjobbörse ist eine konkrete Idee der Jugendlichen aus dem Winterworkshop im November 2016.
Die angeregten Diskussionen ergeben eine große Ideenvielfalt und konkrete Hinweise auf nächste Schritte. Deutlich wurde bei der Ergebnispräsentation, die vor allem durch Jugendliche selbst erfolgte, dass viele Themen und Bereiche der Region betroffen sind. Die Wünsche und Forderungen reichen von der Unterstützung lokaler und regionaler AkteurInnen, AnsprechpartnerInnen für alle, die informieren und vermitteln können bis hin zu konkreten Mobilitätsangeboten für Ausbildung und Freizeit sowie Möglichkeiten für ein aktives Miteinander durch persönliche Kontakte auf Basis bestehender Strukturen. Eine konkrete Idee konnte viele der Anwesenden begeistern, weil sie so einfach wie charmant ist. Eine der Jugendlichen äußerste „Warum können nicht Eltern, die spannende und ganz normale Berufe haben diese in der Schule vorstellen?"
Wichtig sei es, dass Unternehmen in direkten Kontakt mit Schulen treten. Eine Nebenjobbörse für Jugendliche als Internetplattform könnte ein Bindeglied zwischen Arbeitgebern*innen und Arbeitnehmern*innen darstellen. Dies kann aber nur gelingen, wenn insbesondere die Qualität der angebotenen Nebenjobs auf der Internetplattform gewährleistet werden könne. Die Ergebnisse werden nun auf der nächsten Lenkungsgruppensitzung diskutiert, danach wird das Regionalmanagement nächste Schritte umsetzen.

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• Marcel Bonse, Land und Wandel
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