Zeven

15.06.2016 / Gedanken zu Walter Kempowskis Romanzyklus »Deutsche Chronik« Vorttrag am 17. Juni 2016


»Alltag einer Familie – Chronik eines Jahrhunderts«

Walter Kempowski als Chronist eines Jahrhunderts steht zum zweiten Mal im Mittelpunkt eines Zevener Geschichtsvortrags. Nachdem er im letzten Herbst das „Echolot“ aus Historikersicht beleuchtet hat, wird Prof. Dr. h.c. am kommenden Freitag um 19 Uhr im Zevener Königin-Christinen-Haus über den Schriftsteller und vor allem über seinen Romanzyklus „Deutsche Chronik“ referieren.


Schon seit langem beschäftigt sich Prof. Biegel mit „historischen Schriftstellern“ oder „literarischen Historikern“ wie Ricarda Huch oder Wilhelm Raabe. Da liegt es nahe, im Rahmen der Zevener Geschichtsvorträge den 2007 verstorbenen Walter Kempowski zu würdigen, der sich in seinem literarischen Werk mit der Geschichte der Deutschen im 20. Jahrhundert auseinandersetzte.

Mit seinem seit den 1970er Jahren erschienenen Werk galt Walter Kempowski nicht nur als renommierter Autor, sondern auch als »Chronist eines Jahrhunderts«, noch bevor das großartige Werk »Echolot« erschien.
Zentral war der sechsbändige Romanzyklus »Deutsche Chronik«, der die Geschichte einer bürgerlichen Rostocker Familie in der Zeit von 1890 bis 1960 erzählt. Die beiden zuerst erschienenen Romane »Tadellöser und Wolff« (1971) und »Uns geht´s ja noch gold« (1972), in denen der Zweite Weltkrieg und die unmittelbare Nachkriegszeit beschrieben werden, fanden breite Aufmerksamkeit beim Publikum.
Schon seit 1978, und wohl in einem engen Arbeitszusammenhang mit der »Deutsche Chronik« entstand der »Gedanke, ein Archiv für ungedruckte Biographien aufzumachen.« Eine erste besondere Anerkennung für die »Deutsche Chronik« war 1972 die Verleihung des Wilhelm Raabe Literaturpreises in Braunschweig.

Mehr erfahren Interessierte am Freitag, dem 17.06.2016, um 19 Uhr im Königin-Christinen-Haus. Die Veranstaltung wird von der vhs Zeven und dem Museum Kloster Zeven in Kooperation mit dem Institut für Braunschweigische Regionalgeschichte an der TU Braunschweig durchgeführt.



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