02.11.2015 / Sinfonierkonzert am 06. Nov. 2015


„Barbers berühmtes Adagio in Zeven“

Es gibt noch nummerierte Karten!

Für das Sinfoniekonzert mit der Hamburger Camerata am Freitag, den 06. November 2015, um 20.00 Uhr, im Zevener Rathaussaal sind noch nummerierte Karten im Rathaus Zeven, „BürgerService“, Tel: 04281/716-261 für 25 €/Erwachsene und 12 €/Schüler erhältlich. Das renommierte Orchester führt unter der Leitung des Zevener Dirigenten Andreas Borbe das berühmte Adagio von Barber sowie zwei der beliebtesten Beethoven-Sinfonien auf. Die Veranstaltung wird von der Stiftung der Sparkasse Rotenburg-Bremervörde finanziell unterstützt. Interessierte sollten sich bereits den 02. November 2015 vormerken: Unter dem Titel „Was dachte Beethoven?“ wird Andreas Borbe auf Einladung der Volkshochschule Zeven um 20.00 Uhr im Saal des Königin-Christinen-Hauses einen Einführungsvortrag in die Klang- und Gedankenwelt Ludwig van Beethovens halten.


Samuel Barber komponierte im Jahr 1938 das Adagio for strings, ein Stück der klassischen Musik für Streichorchester. Das Werk gilt als seine populärste Komposition. Barber wird als einer der talentiertesten amerikanischen Komponisten des 20. Jahrhunderts angesehen. Er vermied den Experimentalismus einiger anderer Komponisten seiner Generation und bevorzugte relativ traditionelle Harmonien und Formen. Sein Werk ist melodiös und wurde oft als die „neo-romantische Periode“ in der Musik beschrieben.

Beethovens vierte Sinfonie nannte Robert Schumann »eine griechisch schlanke Maid zwischen zwei Nordlandriesen«. Verglichen mit der heroischen dritten und der schicksalsschweren fünften Sinfonie ist die vierte in der Tat die kecke, kleine Schwester. Beethoven hat sie im Jahr 1806 zwischen die Arbeit an der monumentalen „Eroica“ (Nr. 3) und seiner Fünften, der „Schicksals-Sinfonie“ eingeschoben. Neben diesen beiden sinfonischen Riesen wirkt die Vierte beinahe zurückhaltend-klassizistisch; sie ist wesentlich kleiner in ihren Dimensionen, in der Orchesterbesetzung und in der Wucht ihrer musikalischen Aussage. Aber auch die „schlanke Maid“ hat durchaus maskuline und sehr kraftvolle Züge – die Musik balanciert in allen vier Sätzen verschiedene Macht- und Kräfteverhältnisse aus und erprobt dabei auch die Extreme.

Parallel zur Siebten komponierte Ludwig van Beethoven in den Jahren 1811 und 1812 seine Sinfonie Nr. 8 in F-Dur Op. 93. Im deutlichen Gegensatz zu seinen vorangegangenen Sinfonien steht die Rückkehr zu einer in der Frühklassik üblichen Form: Der langsame Satz weicht einem Allegretto scherzando, und statt eines Scherzos lebt gar das für die Sinfonien Haydns und Mozarts typische Menuett wieder auf. Anstelle prometheischer Ausbrüche oder revolutionärer Klangerneuerungen erlebt der Zuhörer durchweg heitere und lebensfrohe Musik, die manchmal satirisch-humorvoll oder gar biedermeierhaft gemütlich anmutet. Mit seiner 8. Sinfonie hat Beethoven ein Lehrstück des musikalischen Humors geschrieben. Mit Originalität und Witz im Detail und für ihn ungewohnt leisen Tönen.



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