19.10.2015 / Großer Beethoven-Abend mit der Hamburger Camerata am 06.11.2015


Der nummerierte Kartenvorverkauf läuft!

Am Freitag, den 06. November 2015, 20.00 Uhr, konzertiert das renommierte Orchester „Hamburger Camerata“ unter der Leitung des Zevener Dirigenten Andreas Borbe im Rathaussaal und präsentiert dabei zwei der beliebtesten Beethoven-Sinfonien sowie das berühmte Adagio von Barber. Die Veranstaltung wird von der Stiftung der Sparkasse Rotenburg-Bremervörde finanziell unterstützt. Nummerierte Karten sind im Rathaus Zeven, „BürgerService“, Tel: 04281/716-261 für 25 €/Erwachsene und 12 €/Schüler erhältlich.


Mit Leib und Seele – Die Hamburger Camerata – hat ihr musikalisches Zuhause in der Zeit zwischen Wiener Klassik und Frühromantik. Ausflüge in andere Epochen unternimmt das Orchester aber immer wieder gerne. Denn die Musiker der Camerata verstehen Musik als lebendigen Dialog zwischen Tradition und Gegenwart. Seit 1990 veranstaltet die Hamburger Camerata ihre eigene, frei finanzierte Konzertreihe in der Laeiszhalle Hamburg. Mit Leidenschaft, Begeisterungsfähigkeit und innovativen Programmen erspielte die Camerata sich seither ein anspruchsvolles, treues Stammpublikum. Als kreatives und flexibles Spitzenensemble ist die Hamburger Camerata fest in Hamburg verwurzelt und wirkt auch weit über die Grenzen Hamburgs hinaus.
Dirigent Andreas Borbe, der seit Jahren mit der Hamburger Camerata erfolgreich zusammenarbeitet, ist auch dieses Jahr wieder auf ein außergewöhnliches Programm mit Werken von Barber und Beethoven gespannt. Nur wenige Kompositionen des 20. Jahrhunderts haben derartige suggestive Wirkung auf das Publikum ausgeübt wie das Adagio für Streichorchester von Samuel Barber. Als Toscanini 1937 Barbers Erste Sinfonie bei den Salzburger Festspielen hörte, bat er den Komponisten sofort um ein Stück für seine erste Saison beim neugegründeten NBC Symphony Orchestra. Barber schlug das Adagio vor und es wurde am 5. November 1938 vom NBC-Rundfunk übertragen. Es war vor allem der verinnerlichte Charakter, der dem Adagio zu weltweiter Bedeutung verhalf. So erklang es bei Feierlichkeiten für Präsident Roosevelt und für Albert Einstein. Das ausdrucksvolle Thema versetzt den Hörer in einen Zustand der Zeitlosigkeit. Die Intensität steigert sich scheinbar mühelos. Die Musik erreicht einen leidenschaftlichen Höhepunkt. Nach einer gefühlvollen Pause spannt die Melodie den elegischen Bogen fort und führt das Werk zu einem sanften Ende. Der Komponist Aaron Copland beschriebt das „Adagio“ so: „Das Gefühl der Kontinuität, die Stetigkeit des musikalischen Flusses, der großartige Bogen, der sich von Beginn an spannt – das alles ist Ausdruck der Ernsthaftigkeit, mit der er dieses Werk offenkundig geschrieben hat.“
Als Hauptwerke des Abends schließen sich aber die beiden heitersten Sinfonien Beethovens an: Die 4. Sinfonie mit ihrer unvergleichlichen Musizierlust und ihren humorvollen Überraschungen und - nach einer kleinen Konzertpause mit Sekt oder Saft - die 8. Sinfonie, die mit ihrer prägnanten Kürze, mit ihrer Spielfreude, mit ihren zahlreichen Pointen und dem rasanten, damals als unspielbar geltenden Tempo besticht und mit ihrem als „musikalischen Spaß“ gestalteten, großartigem Finale das Publikum in einen beschwingten Abend entlässt.

Interessierte sollten sich bereits den 02. November 2015 vormerken: Unter dem Titel „Was dachte Beethoven?“ wird Andreas Borbe auf Einladung der Volkshochschule Zeven um 20.00 Uhr im Saal des Königin-Christinen-Hauses einen Einführungsvortrag in die Klang- und Gedankenwelt Ludwig van Beethovens halten.



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