12.02.2015 / Erhalt des Martin - Luther - Krankenhaus: Treffen der Stadt und Samtgemeinde mit Ärzten


Der Erhalt des Zevener Krankenhauses war Thema eines gemeinsamen Treffens von Vertretern der niedergelassenen Ärzte, Ärzten des Krankenhauses, Vertretern der Stadt und Samtgemeinde Zeven sowie den Mitgliedern des „Runden Tisches“. Im Ergebnis fordern die Ärzte, den Erhalt des Zevener Hauses ohne Wenn und Aber. Sie fordern das volle Engagement der politischen Entscheidungsträger aus der Region, um die Zevener Klinik im niedersächsischen Krankenhausbedarfsplan zu erhalten.


Aus Sicht der niedergelassenen und im Krankenhaus tätigen Ärzte ist die Zevener Klinik alternativlos. Sie lehnen Überlegungen für alternative Angebote aus medizinischer Sicht ab. Ebenso halten sie die Kompensation durch andere Einrichtungen wie MVZ oder ein Gesundheitszentrum ab. Neben juristischen Aspekten sehen die Ärzte vor allem Schwierigkeiten bei den Vorgaben der Kassenärztlichen Vereinigung. Es sei zu befürchten, dass gar nicht genügend Ärzte die Möglichkeit hätten, sich niederzulassen oder überhaupt auch Ärzte für Zeven gewinnen zu können. Darüber hinaus hätte die Schließung des Zevener Hauses zur Folge, dass die Nachfolgeregelung für niedergelassene Ärzte noch schwieriger werde als sie ohnehin schon sei. Bemängelt wurde zudem, dass der Träger des Krankenhauses sehr sparsam mit Zahlen zur Belegung, Auslastung sowie den wirtschaftlichen Ergebnissen getrennt nach beiden Kliniken in Zeven und Bremervörde sei. Hier fordere man mehr Tranzparenz, so die anwesenden Mediziner.

Verabredet wurde, dass die Ärzte Gelegenheit in Hannover erhalten sollen, ihre Position dem Sozialministerium direkt vorzutragen. Landtagsabgeordneter Heiner Ehlen will sich hierfür einsetzen. Die Zevener Zeitung berichtete bereits. Die Zevener Verwaltung wurde gebeten zu prüfen, wie die Stadt und Samtgemeinde unterstützen könne, um den Fortbestand des Zevener Hauses mit Nachdruck zu sichern.



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