Zeven

14.10.2014 / Bremer Shakespeare Company mit “Wie es Will gefällt” am 19. Okt. 2014


Eine Hommage an William Shakespeare

Es gibt noch nummerierte Karten!

Für die Komödie „Wie es Will gefällt“ von Jessica Swale sind noch nummerierte Karten im Rathaus Zeven, „BürgerService“, Tel.: 04281/716-261 für 15 €/Erwachsene und 10 €/Schüler erhältlich.

Die Vorstellung der Bremer Shakespeare Company findet am Sonntag, den 19. Oktober 2014 um 19.30 Uhr im Zevener Rathaussaal statt.


450 Jahre William Shakespeare und 30 Jahre Bremer Shakespeare Company: ein doppelter Grund zum Feiern. Die Bremer Shakespeare Company nahm das zum Anlass, sich und ihrem Hausautoren ein Stück zum Geschenk zu machen, das sich kurzweilig und phantasievoll mit dem Dichter und der von ihm begründeten Theatertradition beschäftigt. Es verrät auch eine ganze Menge an Wissenswertem.
Das vermittelt vor allem Peter Lüchinger in der Rolle des Gelehrten Lewis Parish, der einen akademischen Vortrag zu halten versucht, dabei aber immer wieder durch das Auftreten von Figuren und Personal aus dem Elisabethanischen Zeitalter gestört wird. Mit Parishs Aussage, dass „Hamlet“ das erfolgreichste Stück Shakespeares sei, kann Titania schwer leben. Sie liefert dem Akademiker Gründe, wieso „Ein Sommernachtstraum“ eigentlich den Anspruch auf den Titel hat. Unterstützung bekommt sie dabei von Oberon und einem witzigen Anwaltsduo aus Athen. Neben lehrreichen Fakten rund um das Stück gibt es eine Menge zu lachen.
Natürlich darf Hamlet selbst nicht fehlen. Er überzeugt wie auch im Stück mit Unentschlossenheit und brilliert nicht gerade mit Entscheidungslust. Die diversen Konflikte des Stückes werden angesprochen und selbst wer das Stück gar nicht kennt, versteht, worum es ungefähr geht. Mit Hamlet kommt natürlich auch Ophelia auf die Bühne. Die schlagfertige Frau gibt auf humorvolle und durchaus einleuchtende Art und Weise ihre Gründe für ihr Handeln. Sie klagt an, dass Frauenrollen in Shakespeares Stücken viel zu kurz kommen und wirft dabei mit vielen Zahlen und Statistiken um sich.
Doch auch auf das Globe und das Theater im Allgemeinen und in der damaligen Zeit wird Bezug genommen. Die Lord Chamberlain’s Men treten auf und nehmen Mr. Parish und das Publikum mit in die Geschichte des Theaters.
Das sind nur einige Schlaglichter aus dieser Komödie, die Leidenschaft, unerwiderte Liebe, Hass, Magie, Betrug, Geschichte, viele verrückte Lieder, Männer, die Frauen spielen, und Frauen, die Männer spielen u.v.m. bietet. Der britische Regisseur Raz Shaw hat für diese Aufführung erstmals mit deutschen Schauspielern zusammen gearbeitet. Dem temperamentvollen Ensemble – Petra-Janina Schultz, Erik Roßbander, Tobias Dürr, Ulrike Knospe, Tim D. Lee und Peter Lüchinger – ist die Spielfreude anzusehen. Sie zeigen alle Varianten ihres Könnens und die vielen Facetten von Theater: Deklamation, Gesang, Schattenspiel und Clownerie.



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