26.05.2014 / 3. GIWO-Konzert am So., 08. Juni 2014


Doppelkonzert im Zevener Rathaussaal

Barockmusik, Tänze aus Spanien, La Traviata und Russischer Sommer

Zeven. Im Rahmen der 34. Zevener Gitarrenwoche treten am Sonntag, den 08. Juni 2014 ab 20 Uhr die Sologitarristen Jens Wagner und Tatyana Ryzhkova in einem Doppelkonzert im Rathaussaal Zeven auf.

Das Programm ist bunt gemischt. So kommen neben Barockmusik auch afrikanische Rhythmen und klassische Stücke wie zum Beispiel „La Traviata“ und „Dreams of a Russian Summer“ zur Aufführung.












Jens Wagner

Seit über drei Jahr¬zehnten ist Jens Wagner im Konzertleben aktiv und gilt als Meister seines Fachs. Sein Studium absolvierte er in Wien bei Prof. Karl Scheit (Musiklehrer- und Solistendiplom für Gitarre) und in Bremen bei Prof. Stephen Stubbs (Solistendiplom für Laute). Jens Wagner bereiste mehr als 40 Länder und spielt auf den wichtigsten Festivals. Jens Wagner unterrichtet an der Hochschule für Künste Bremen eine Meisterklasse mit internationalem Renommee. 12 CD Einspielungen dokumentieren seine künstlerische Arbeit.
Die Barockgitarre, auch Guitarra Española genannt, verbreitete sich ab Mitte des 17. Jahrhunderts rasant von Spanien aus über ganz Europa. Sowohl als beliebtes Volksinstrument als auch als höfisches Kunstinstrument, entwickelte sich die Musik der Barockgitarre sehr eigenständig und nahm viele Einflüsse in unkonventioneller Weise auf. So finden sich im Werk von Santiago de Murcia kunstvolle Formen der europäischen Barockmusik, Tänze aus Spanien und als Besonderheit auch afrikanische Rhythmen (Cumbees). Bedingt durch die ungewöhnliche Stimmung und die vielen originellen Spieltechniken, fasziniert die Barockgitarrenmusik mit ihrem farbigen und lebendigen Klang.
Die Spanier brachten die Gitarre und ihre Musik auch nach Südamerika und lösten damit eine weitere großartige musikalische Entwicklung aus. Der dominierende 3/4 - 6/8 Rhythmus hat sich seitdem in vielen Folklorestilen etabliert unter anderem auch in der argentinischen Chacarera. Alberto Ginastera verarbeitet sie in dem Finalsatz seiner berühmten Sonate für Gitarre.
Als herausragender Komponist des spanischen Nationalstils veredelte Isaac Albéniz in seinen Klavierwerken die traditionelle spanische Musik. Schon zu Lebzeiten wurden vieler seiner Stücke auf die Gitarre übertragen und gelten als wahre Perlen der Gitarrenliteratur.

Tatyana Ryzhkova, geboren in Weißrussland, nahm bereits in jungen Jahren an mehr als 400 Konzerten, sowie mehreren Radio- und Fernsehaufnahmen teil. Sie absolvierte ihr Musikstudium bei Prof. Thomas Müller-Pering an der Hochschule für Musik Franz Liszt in Weimar und nahm an Meisterklassen bei namhaften Gitarristen wie Carlo Marchione, Pavel Steidl, John Dearman (LAGQ), Olaf van Gonnissen etc.teil. Neben zahlreichen Konzerten in ganz Europa leitet sie ihre eigene Gitarrenschule in Bremen und produziert Videos, schreibt eigene Gedichte und Lieder.
Im Jahr 2010 erschien ihr Debütalbum „Tatyana Ryzhkova Guitar“. Im Jahr 2012 wurde die zweite CD mit dem Titel „Expressions“ herausgegeben.
Die junge Künstlerin wurde durch das Internet in der ganzen Welt bekannt und hat bereits weit über drei Millionen Aufrufe auf youtube.
Das Gitarrenspiel von Tatyana Ryzhkova zeichnet sich besonders durch Fülle und Weichheit des Klangs, Feinfühligkeit, große Musikalität, eleganten Stil, Virtuosität und reiches Repertoire aus. Eine weitere Besonderheit von Tatyana sind ihre Lieder mit eigenem Text und Musik. Sie vereinen in einen tiefen Sinn, Einfachheit der Wahrnehmung, Wärme und ausdrucksvolle theatralische Darstellung.



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