Zeven

08.04.2014 / Theaterstück „Ich würde es genauso wieder tun!“ am 27. April 2014


Kellertheater Hamburg gastiert in Zeven: Die Prozesse der Widerstandskämpferinnen Jeanne d’Arc und Sophie Scholl
Der Kartenvorverkauf läuft!

Zeven. Das Kellertheater Hamburg bringt das Theaterstück „Ich würde es genauso wieder tun!“ in der Bühnenfassung von Günther Schäfer auf die Rathausbühne in Zeven. Die Vorstellung findet am Sonntag, den 27. April um 19.30 Uhr statt. Karten sind im Rathaus Zeven „BürgerService“, Tel.: 04281/716-261 sowie an der Abendkasse erhältlich. Der Eintritt kostet 9 € für Erwachsene und 6 € für Schüler/Studenten.


Sophie Scholl war eine deutsche Widerstandkämpferin gegen die Diktatur des Nationalsozialismus. Durch ihren Bruder Hans, der an der Münchner Ludwig-Maximilians-Universität Medizin studierte, lernte sie Studenten kennen, die sie in ihrer Ablehnung der NS-Herrschaft bestärkten. Obwohl ihr Bruder sie aus dem Zirkel der Widerständler gegen das nationalsozialistische Regime heraushalten wollte, gelang es Sophie, sich der Gruppe anzuschließen. Entschlossen zu öffentlicher Kritik beteiligte sie sich an der Herstellung und Verbreitung von Flugblättern der studentischen Widerstandsgruppe Weiße Rose. Die Mitglieder der Weißen Rose verschickten ihre Aufrufe, legten sie in Telefonzellen und in parkende Autos und gaben sie zur Verteilung an Kommilitonen in andere Städte. Die auch in Köln, Stuttgart, Berlin und Wien verteilten Flugschriften verursachten Aufsehen und führten zu einer intensivierten Fahndung nach den Urhebern. Sophie Scholl wurde 1943 aufgrund ihres Engagements in der Widerstandgruppe Weiße Rose hingerichtet.

Jeanne d’Arc, im deutschen Sprachraum auch Johanna von Orléans oder die Jungfrau von Orléans genannt, ist eine französische Nationalheldin und Heilige der römisch-katholischen Kirche. Während des 100jährigen Krieges verhalf sie bei Orléans den Truppen des Dauphins zu einem Sieg über Engländer und Burgunder und geleitete anschließend Karl VII. von Frankreich zu seiner Krönung nach Reims.
Nach ihrer Gefangennahme durch Burgunder und Engländer wurde sie in zwei Prozessen als Ketzerin verurteilt und 1431 auf dem Marktplatz von Rouen lebendig verbrannt.
24 Jahre später strengte die Kurie einen Revisionsprozess an, in dem das Urteil aufgehoben und Jeanne zur Märtyrerin erklärt wurde. Im Jahr 1909 wurde sie von Papst Pius X. selig- und 1920 von Papst Benedikt XV. heilig gesprochen.

Das Kellertheater Hamburg erzählt die kurzen Lebensgeschichten dieser beiden jungen Frauen vor dem Hintergrund ihrer Prozesse. Obwohl 500 Jahre zwischen den Zeitgeschehen liegen, weisen die Verhaltensweisen der Protagonistinnen verblüffende Parallelen auf.



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