Zeven

25.10.2013 / Neuer Plan wird ausgelegt

Weertzen. Im Dorfgemeinschaftshaus Weertzen ist am Mittwoch voraussichtlich die letzte Barriere für den seit Jahren geplanten Windpark nordöstlich von Weertzen gefallen. Bei drei Enthaltungen empfahl der Bauausschuss der Gemeinde Heeslingen einstimmig die erneute öffentliche Auslegung des Bebauungsplanes Nr. 25 „Windpark Weertzen/Langenfelde“ für vier Wochen. Von Andreas Kurth


Danach muss der Rat noch zustimmen, und dann kann im Frühjahr mit dem Bau der Windräder begonnen werden. Der Aufstellungsbeschluss für diesen Bebauungsplan wurde im Frühjahr 2006 gefasst – seither mussten sich die politischen Gremien der Gemeinde Heeslingen wiederholt mit dem Thema befassen. Es gab dann mehrfach eine Beteiligung der so genannten Träger öffentlicher Belange, es bildete sich eine Bürgerinitiative gegen den Windpark. Zuletzt lag der aktuelle Planentwurf im vergangenen Jahr öffentlich aus, und es gingen einige Stellungnahmen und Anregungen ein. Aufgrund dieser Stellungnahmen war eine Umplanung des Entwurfs erforderlich. Da hiervon die Grundzüge der Planung betroffen sind, muss er nun erneut ausgelegt werden.

Ohne Planung kein Einfluss
In der Sitzung wurde deutlich, dass die Raumordnungsplanung des Landes und auch das Regionale Raumordnungsprogramm des Landkreises den erneuerbaren Energien eine hohe Bedeutung zuweisen. Fachplaner Rolf Dierks vom Büro PGN aus Rotenburg machte unmissverständlich klar: „Wenn die Gemeinde die Planung für diesen Windpark aus der Hand gibt, hat sie keinen Einfluss mehr auf Anzahl und Höhe der Windkraftanlagen. Dann kann der Windpark-Betreiber zum Landkreis gehen und bekommt sofort eine Genehmigung für Anlagen nach dem neuen Stand der Technik. Wenn Sie das im Rahmen halten wollen, muss der Bebauungsplan auf den Weg gebracht werden.“

Diese Aussage wurde von Bürgermeister Gerhard Holsten (CDU) aufgegriffen. Er sei bestürzt über manche Äußerung über den Gemeinderat und dessen Mitglieder. „Wir haben doch gar keine andere Möglichkeit mehr. Ich habe mich im Kreistag erbittert und lange genug gegen die Festlegung im Regionalen Raumordnungsprogramm gewehrt. Jetzt können wir nichts anderes mehr machen, als diese Planung so zu verabschieden“, stellte Holsten fest.

Fünf Anlagen sind geplant
Der geplante Windpark liegt nordöstlich von Weertzen, zwischen der Gemeindeverbindungsstraße von Weertzen nach Boitzen und der Grenze zur Gemeinde Klein Meckelsen. Im aktuellen Entwurf sind fünf Windenergieanlagen vorgesehen, vier davon an der westlichen Grenze des Parks. Das betroffene Gebiet ist unbebaut und wird als Acker- oder Grünland genutzt. Bei den eingegangenen Anregungen und Stellungnahmen geht es vor allem um die vermeintliche Gefährdung der seltenen Wiesenweihe, sowie um grundsätzliche Bedenken der Einwohner von Osterboitzen (siehe unten stehende Artikel). Sofern es sich um nachrichtliche Anregungen von Energieversorgungs- oder Telekommunikationsunternehmen handelte, wurde diese im Bebauungsplan entsprechend berücksichtigt.

Artikel der Zevener Zeitung vom 25.10.2013



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