28.10.2013 / „Login-Park“ nimmt jetzt Fahrt auf

Hatzte. Wenn alles glatt geht, könnte Ende kommenden Jahres mit der Erschließung des Industriegebiets südlich der Autobahn bei Elsdorf begonnen werden. Am Donnerstag machten Bau- und Verwaltungsausschuss der Gemeinde den Weg dafür frei, indem sie den vorgestellten Bebauungsplanentwurf billigten. Für Januar 2014 ist die Beteiligung der Bürger vorgesehen. Von Thorsten Kratzmann


(Bild links: Das blau eingefärbte Areal südlich der A 1 umfasst rund 60 Hektar . Im ersten Schritt werden 28 Hektar südwestlich der Umgehungsstraße mit zwei Stichstraßen erschlossen. Nördlich davon sollen sich kleinere Betriebe ansiedeln, südlich davon Großlogistiker. Am Westrand zur Bahntrasse hin ist ein Regenrückhaltebecken geplant.)


Die Projektleiterin der Niedersächsischen Landgesellschaft (NLG), Insa Borchers, war nach Hatzte gekommen, um den in „Buddes Gasthof“ versammelten Politikern Erläuterungen zu geben. Das Industriegebiet wird auf 28 Hektar im ersten Schritt südwestlich der Umgehungsstraße zwischen A 1 und Landesstraße 131 entwickelt – von zwei Stichstraßen erschlossen, die vom Kreisel südlich der A 1 ins Gebiet führen. Zwei Wendehammer sind für Gigaliner ausgelegt. Einen Bahnanschluss wird es nicht geben. Im Süden begrenzt ein rund 15 Meter breiter Pflanzstreifen das Areal. Entlang der Autobahn sind kleine Grundstücke und Gebäude mit einer maximalen Höhe von 15 Metern geplant. Weiter südlich liegen große Grundstücke für bis zu 30 Meter hohe und 50 Meter lange Gebäude.

Im Industriegebiet können sich Gewerbetreibende aller Art niederlassen, es sei denn, sie führen Bordelle oder ähnliche Etablissements. Ferner sind Solarparks und Betriebsleiterwohnungen unzulässig. Auch dürfen Gewerbetreibende den zentralörtlichen Versorgungsauftrag der Stadt Zeven nicht gefährden.

Mit Letzterem mochten sich die Politiker nicht abfinden. Bernhard Brunkhorst (CDU), Ingrid Grimm (SPD), Jens Behrens (WFB) und Heinrich Willenbrock (WFB) ließen erkennen, dass sie sich nicht die Möglichkeit verbauen möchten, dort oder in einem anderen Teil des Gesamtgebietes womöglich einen Supermarkt anzusiedeln. Das werde im Industriegebiet nicht genehmigt, prophezeiten sowohl Planerin Borchers als auch Zevens Bauamtsleiter Günter Neß.

Sie beide und der für die Vermarktung der Grundstücke zuständige Projektmanager Bernd Ringe von der Süderelbe AG lenkten die Blick der Elsdorfer auf das irgendwann zu erschließende Teilstück des Gewerbeareals nördlich der A 1 als möglicherweise genehmigungsfähigen Standort für einen Supermarkt.

Ein weiteres Anliegen war es Ingrid Grimm, die Ansiedlung eines Schlachthofs im „Login-Park“ getauften Industriegebiet zu verhindern. Derlei werde schon an der zu geringen Dimensionierung des Abwasserkanals scheitern, ließ Neß sie wissen.

Im Anschluss machte Schallgutachter Uwe Hoppmann den Anwesenden deutlich, dass der Verkehrslärm in Elsdorf entlang der Molkereistraße und im Wohngebiet an der Ringstraße schon jetzt so gravierend ist, dass zusätzlicher Lärm vom Industriegebiet aus von den Anwohnern nicht mehr wahrgenommen werden wird.

Daraufhin billigte das Gremium per einstimmigem Votum den präsentierten Plan. Im Januar 2014 werden die Bürger beteiligt. Und schon im November können sich potentielle Interessenten im Internet über den „Login-Park“ informiert. Auch große Bauschilder sollen an der A 1 aufgestellt werden.

Artikel der Zevener Zeitung vom 28.10.2013



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