13.02.2013 / "Zum Schaden der Stadt Bremen" Geschichtsvortrag am 15. Feb. 2013 mit Prof. Dr. h.c. Gerd Biegel

Das Märchen der Bremer Stadtmusikanten – ein Abbild sozialutopischer Wünsche der Unterschicht des 19. Jahrhunderts?

Zevener Geschichtsvorträge 2013 mit Prof. Dr. h.c. Gerd Biegel

Märchenstunde bei den Zevener Geschichtsvorträgen? Dienten die Bremer Stadtmusikanten im letzten Jahr noch als Vorlage für einen Aprilscherz, untersucht Prof. Biegel nun die Erzählung um die vier tierischen Hauptdarsteller im Hinblick auf historische Hintergründe. Die diesjährigeVortragsreihe beginnt am kommenden Freitag, 15. Februar um 19.00 Uhr im Zevener Königin-Christinen-Haus.


Kein Gnadenbrot wird dem alt gewordenen Esel auf seinem heimatlichen Hof gewährt. Genauso ergeht es Hund, Katze und Hahn. Gemeinsam aber sind die als „nutzlos“ abgestempelten Schicksalsgenossen stark, besiegen die furchterregenden Räuber und erkämpfen sich ein neues Zuhause. Leicht lässt sich das Märchen als Fabel erkennen, in der die Tiere menschliche Rollen übernehmen und immer wiederkehrende Themen und Konflikte verdeutlichen, hier der Gegensatz zwischen Gut und Böse, der Kampf der Schwachen gegen scheinbar übermächtige Gegner und die Stärke in der Gemeinschaft.
Sagt die Geschichte darüberhinaus auch etwas aus über die Zeit, in der sie entstand, bzw. von den Gebrüdern Grimm in ihre Märchensammlung aufgenommen wurde? Wie erging es im 19.Jahrhundert den Menschen, wenn ihre Arbeitskraft schwand? Wie lebten die Armen am unteren Rand der Gesellschaft? Spiegelt sich in dem Märchen etwas von ihren Wünschen für eine bessere Zukunft und Gesellschaft?

Mehr erfahren Interessierte am kommenden Freitag um 19 Uhr im Königin-Christinen-Haus. Die Veranstaltung von der vhs Zeven und dem Museum Kloster Zeven in Kooperation mit dem Institut für Braunschweigische Regionalgeschichte an der TU Braunschweig durchgeführt.



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