Zeven

20.09.2013 / Börde-Oste-Wörpe: "Leitfaden Wegerandstreifen - gemeinsam zum Ziel"

Pressemitteilung: Regionalmanagement Börde Oste-Wörpe

Mit der Landwirtschaft gemeinsam zum Ziel / Regionalmanagement Börde Oste-Wörpe hat Leitfaden „Wegerandsteifen“ fertiggestellt

In Zusammenarbeit und auf Augenhöhe mit der Landwirtschaft Lösungen für die Wiederherrichtung von überpflügten Wegerandstreifen zu entwickeln, war Grundgedanke für den nun vorliegenden Leitfaden „Wegerandstreifen – gemeinsam zum Ziel“. Häufig wurde in der Vergangenheit angemahnt, dass Landwirte gelegentlich über die Grenzen ihrer Felder hinaus auch die Wegerandstreifen beackern und so nicht nur fremde Flächen „unter den Pflug nehmen“, sondern auch verhindern, dass dort wertvolle Biotope für Pflanzen und Tiere entstehen.


Im Rahmen des Regionalmanagements der Region Börde Oste-Wörpe, in der die Samtgemeinden Selsingen, Sittensen, Tarmstedt und Zeven seit mehreren Jahren erfolgreich zusammenarbeiten, entstand die Idee, bereits bestehenden Ansätze aufzugreifen und weiterzuentwickeln: In einem Leitfaden sollte das Problem an der Wurzel gepackt und Lösungsmöglichkeiten aufzeigt werden. Gemeinsam mit Vertretern der Naturschutzverbände, der Unteren Naturschutzbehörde sowie der Jägerschaft konnte der Leitfaden vom Regionalmanagement nun fertig gestellt werden.
Der Leitfaden geht zunächst auf die rechtlichen Rahmenbedingungen ein und beschreibt, wie mit vertretbarem Aufwand herausgefunden werden kann, wo die Wegerandstreifen überpflügt werden. „Wichtig war uns eine flächendeckende Begutachtung, um alle Landwirte gleich zu behandeln“, erläutert Hans-Hinrich Pape, Bürgermeister der Samtgemeinde Selsingen. Pape hat für seine Gemeinden bereits ausgewertete Karten vorliegen, die er nun den jeweiligen Bürgermeistern zur Verfügung gestellt hat. „Interessant ist, dass es nicht nur Überschreitungen gibt. Es kommt auch vor, dass Landwirte weniger Fläche beackern, als sie der Karte zufolge eigentlich dürften“, kommentiert er diesen ersten Arbeitsschritt. Wichtig ist aber vor allem – und das beschreibt der Leitfaden ebenfalls ausführlich – die Resultate vor Ort zusammen mit den Landwirten zu überprüfen. Denn es kann vor allem in der Feldmark vorkommen, dass die Kartengrundlagen nicht den Verhältnissen vor Ort übereinstimmen.
Wenn feststeht, ob und in welchem Umfang über den Acker hinaus auch der Wegerandstreifen in Mitleidenschaft gezogen ist, geht es darum, gemeinsam eine Lösung zu erarbeiten, wie er wiederhergestellt und langfristig gesichert werden kann. Landwirtschaft, Naturschutz, Jägerschaft und auch die Gemeinde haben jeweils ihre eigene Sicht, wie eine optimale Form der Wiederherstellung aussehen könnte: Hier gilt es, diese verschiedenen Interessen unter einen Hut zu bekommen. Der Leitfaden gibt nützliche Hinweise auch aus dem Blickwinkel des Kosten- und Pflegeaufwandes der Maßnahmen. Ein Sammlung ausgewählter weiterführender Informationen und eine detaillierte Beschreibung, wie eine flächendeckende Analyse von Kartenmaterial mit entsprechender Software durchgeführt werden kann, runden den Leitfaden ab.
Der Leitfaden „Wegerandstreifen – gemeinsam zum Ziel“ ist auch als Download unter www.boerdeoste-woerpe.de verfügbar (Rubrik „Themen und Projekte“ / „Natur und Umwelt“).

Kontakt:
Hans-Hinrich Pape
Samtgemeindebürgermeister
Samtgemeinde Selsingen
Bahnhofstraße 8
27446 Selsingen
Tel: 04284 - 9307-25
Mail: hans-h.pape@selsingen.de

Holger Brörkens
Regionalmanager Börde Oste-Wörpe
Grontmij GmbH
Friedrich-Mißler-Str. 42
28211 Bremen
Tel: 0421 – 2032-728
Mail: holger.broerkens@grontmij.de

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